Kyphoplastie und Vertebroplastie

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Wenn ein Wirbel bei Osteoporose einbricht bereitet er für 6-12 Wochen Schmerzen und verformt sich zu einem Keilwirbel, wodurch ein Rundrücken entstehen kann.

Bei der Kyphoplastie bringt man unter Röntgenkontrolle einen Ballonkatheter in den gebrochenen Wirbel und bläst den Ballon auf. Der Wirbel wird so zumindest zum Teil aufgerichtet und abschließend der Ballon mit Knochenzement gefüllt zur Stabilisierung.

Kyphoplastie (Abb aus J.Hillmeier et al, Orthopäde 2004, 33:34)

Die Vertebroplastie ist das gleiche Verfahren, nur wird der Knochenzement hier ohne vorherige Ballon etwas unsicherer eingebracht.

Vorteil beider Verfahren: Schnelle Schmerzlinderung, geringerer Rundrücken.
Nachteil: Sehr selten Rückenmarkschädigung, Lungenembolie, Infektion. Der behandelte Wirbel wird "fest zementiert", so dass die Nachbarwirbel leichter einbrechen können-

Wir empfehlen die Kyphoplastie (nicht die Vertebroplastie) nur im Ausnahmefall, da ohne diese OP mit einem Drei-Punkt-Korsett meist gleich gute Ergebnisse erzielt werden.

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