Animations-Videos über Knochenstoffwechsel und Medikamentenwirkungen

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nach Susan Ott mit freundlicher Genehmigung (courses.washington.edu/bonephys)

zum Anzeigen der Animationen bitte auf die Bilder klicken!

Normale Knochenerneuerung

Normale KnochenerneuerungDer gesunde Knochen wird ständig ab- und wieder aufgebaut. Am Anfang dieses Prozesses steht ein kleiner Riss an der Knochenoberfläche (Mikrofraktur). Die Knochenzellen (Osteozyten) aktivieren Osteoklasten, die die Oberfläche "abfressen". Ihnen folgen Osteoblasten, die wieder neuen Knochen (orange) bilden, der später mineralisiert (grün), also verknöchert.

Normale KnochenerneuerungHier eine zweite Darstellung dieses Knochenerneuerungsprozesses (= Remodeling)


Die folgenden Animationen zeigen jeweils einen Ausschnitt der inneren Knochenbälkchenstruktur (Spongiosa), die für die Stabilität des Knochens verantwortlich sind, wie die Verstrebungen eines Kranes.

1. Normaler Knochenstoffwechsel

Knochenstoffwechsel

Normaler Knochen Ab- und Aufbau (Turnover) zur ständigen Reparatur des Knochens, dargestellt in einem Zeitraum von 2 Jahren. Die Knochenerneuerung (rot) läuft ständig ab, wie im 1. Animationsvideo dargestellt.


3. Normaler Knochenstoffwechsel komplex dargestellt

Knochenstoffwechsel

4. Knochenstoffwechsel in den Wechseljahren

Knochenstoffwechsel

In den Wechseljahren (Menopause) fehlt dem Knochen das Östrogen. Die Ausmuldungen des Knochens bei der normalen Reparation werden tiefer und dauern länger (Osteoklasten). Der nachfolgende Knochenaufbau (Osteoblasten) wird langsamer und es entstehen Brüche und Defekte in den Knochenbälkchen.


5. Knochenstoffwechsel in den Wechseljahren komplex dargestellt

5. Knochenstoffwechsel in den Wechseljahren komplex dargestellt


6. Bisphosphonat-Wirkung

Bisphosphonat Wirkung

Die Animation beginnt in der Menopause. Die ersten 6 Monate zeigen den erhöhten Knochenumsatz. Dann kommt das Bisphosphonat (blaue Punkte) und setzt sich auf die Knochenbälkchen. Sofort stoppt der Knochenabbau. Nach Monaten wird der Knochenaufbau ebenfalls gebremst. Der Knochen mineralisiert stärker (schwarz). Der normale Knochenauf- und abbau ist nun weniger aktiv.

7. Östrogen- bzw. Raloxifen-Wirkung

Knochenstoffwechsel

Die Animation zeigt in den ersten 6 Monaten den Knochen bei Osteoporose (deshalb ist die Knochenmasse hier geringer als bei den vorherigen Beispielen). Dann kommt das Ra-loxifen bzw. das Östrogen, dargestellt mit Sternchen. Der Knochenabbau wird abge-bremst. Der Knochenaufbau läuft normal weiter. Die Knochenbälkchen werden dicker.


8. Parathormon-Wirkung

Knochenstoffwechsel

Die ersten 6 Monate zeigen den Knochen bei Osteoporose. Dann kommt das Parathormon (PTH), dargestellt als punktierte Hörnchen. Nach dem momentanen Wissensstand glaubt man, dass der Knochenaufbau deutlich zunimmt und der Knochenabbau geringer zunimmt. Die Bilanz wird also positiv. Die Knochenbälkchen werden dicker.


Schmerztherapie

Die o.g. Medikamente wirken auf den Knochenstoffwechsel und helfen nicht kurzfristig gegen Schmerzen (Ausnahme: Calcitonin). Zusätzliche Analgetica (=Schmerzmittel) sind zumindest bei frischen Knochenbrüchen notwendig.

Elektrotherapie, TENS, Neuraltherapie (=Spritzenbehandlung in die Muskulatur mit einem örtlichen Betäubungsmittel). Bei chronischen Schmerzen helfen zusätzlich Wärmeanwendungen und vorsichtige Massagen.

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