Galileo
Trainiert angenehm und ohne bewusste Aktivität in 5 Minuten.
Muskelaufbau - Reflektorischer Aufbau auch der Muskelgruppen, die willkürlich sonst kaum trainiert werden können.
Knochenaufbau - Die Knochendichte nimmt zu, der Knochen wird dicker und bricht nicht so leicht.
Koordinationsverbesserung - Alle Nervenendigungen in Muskulatur, Gelenken, Haut usw. werden angeregt. Gleichgewicht und Bewegungsspiel werden verbessert.
Indikationen
- Osteoporose
- Kraft-/Leistungsverlust
- Muskelaufbau bei Sportlern
- Koordinationsstörungen (z.B. bei MS, Spastik, Schlaganfall)
- Stressinkontinenz
Ablauf - Sie stehen 5 Minuten auf einer Scheibe, die schnell vibriert.
Dauer - 2x wöchentlich, mindestens 10x, bei Osteoporose am besten alle 3 – 6 Monate.
Nicht anwenden bei
- Frischer Thrombose
- Schwangerschaft
- Gallen-/Nierensteinen
- Akute Sehnenreizung
Was passiert beim Training mit Galileo?
Mit Galileo werden Muskelkraft und Muskelleistung sowie Balancereaktionen trainiert. Über die Steigerung der Muskelkraft werden die zum Knochenwachstum nötigen Knochenverformungen ermöglicht. Galileo arbeitet als Wippe mit einer Amplitude von 0 - 5 mm bei veränderbarer Frequenz. Zur Steigerung der Muskelleistung hat sich eine Frequenz von 25 - 27 Hertz bewährt. Dies ist die Zeit, welche benötigt wird, um bei Auf- und Abbewegung jeweils einen natürlichen Dehnungsreflex der Muskelgruppen hervorzurufen.
Wirkungen auf die Haltungskontrolle

Beim Trainieren mit Galileo ist der Körper bestrebt, den Kopf in der Horizontalen und den Rumpf ruhig und aufrecht zu halten. Alle Muskeln, die unseren Körper in dieser Stellung halten, müssen auf die wippende, durch Galileo aufgezwungene Bewegungsform reagieren. Unser Muskelsystem für die aufrechte Haltung lernt nun, unter Einfluss dieser Störung das Gleichgewicht zu finden und zu erhalten. Darüber hinaus kann die Zielmotorik in die Übung mit eingebracht werden. Beispiele dafür sind Kniebeugen oder Hüftkreisen auf Galileo. In jeder einzelnen Stellung der Bewegung muss sich das posturale System (= Muskelanspannungen gegen die Schwerkraft) an die veränderte Lage adaptieren. Bei einer Frequenz von 25 Schwingungen pro Sekunde ergeben sich 1500 Muskelanspannungen pro Minute. Diese große Wiederholungszahl bewirkt den außergewöhnlich hohen Trainingseffekt auf das neuronale System.
Wirkungen auf Muskelmasse, Muskelkraft und Muskelleistung
Die reflektorisch provozierten Muskelkontraktionen erzeugen einen Zuwachs an Muskelkraft und Muskelleistung, je nach Variation der Trainingsbedingungen. Durch die zyklisch und schnell ablaufende Stimulation verbessert sich die inter- und intramuskuläre Koordination, messbar als Kraft und Leistungszuwachs. Bereits Trainingseinheiten von zweimal wöchentlich je 2 - 3 Minuten haben messbare Erfolge erbracht.
Wirkungen auf den Knochen
Die Knochenstruktur folgt entsprechend dem Wolffschen Gesetz der Funktion, d.h. Wachstum
und Erhalt von Schaft und Trabekeln folgen dem Verlauf der Krafttrajektorien. Knochen reagiert in einem biologisch streng determinierten Regelkreis auf die Maximalkräfte, die ihn über ca. 1500 Mikrostrain
hinaus verformen. Diese Verformungskräfte entstammen der Muskulatur. Aktuelle Studien haben bewiesen, dass zwischen Querschnitt von Knochenmaterial und Muskelquerschnitt eine strenge Proportionalität
besteht. Zwischenergebnisse von laufenden Studien zeigen einen positiven Effekt des Galileo-Trainings beim Knochenaufbau.
Galileo® Training – Basisübungen
B1 Kniebeuge
Oberkörper gerade.
Arme hängen entspannt.
In der Hocke: Fersen bleiben unten!
4 Sekunden abwärts - 4 Sekunden aufwärts.
B2 Rumpfbeugen und -strecken

Beugen: Schultern nach vorne schieben - langsam einrollen - Arme hängen entspannt.
10 Sekunden in Endposition verweilen & dehnen - langsam zurück.
Strecken: Arme unterstützend einstemmen - Oberkörper langsam nach hinten strecken.
10 Sekunden in Endposition verweilen & dehnen - langsam zurück.
B3 Seitenneigung
Arm mitnehmen. Kurz in Endposition verweilen & dehnen. Dabei geradeaus schauen. Ca. 8 Sekunden pro Seite.
B4 Rumpfdrehung
Schultern und Kopf maximal drehen.
Becken bleibt nach vorne gerichtet.
Ca. 8 Sekunden pro Seite.
B5 Beckenkippen
Hände fassen das Becken zur Führung.
Becken langsam vor- und zurückkippen - Oberkörper gerade halten.
B6 Rund- und Hohlrücken
Arme entspannt ablegen. Abwechselnd Hohl- und Rundrücken.
- Anfänger beginnen bei engen Fußpositionen.
- Kopf soll nicht mitvibrieren! Abhilfe: Engere Fußposition wählen, Knie beugen oder Kopf neigen.
- Keine ganz durchgestreckten Knie.
- Fußposition immer symmetrisch um Position 0 einnehmen.
- Niedrige Frequenz: Muskelentspannung. Hohe Frequenz: Muskelaufbau.
- Alle Übungen langsam und bewusst durchführen.
Grundlagen für das Arbeiten mit Galileo Trainingsgeräten
Das Training mit Galileo kann besser verstanden werden, wenn einige Grundlagen der Motorik erläutert werden. Unser bewusstes Planen und Denken ist in unterschiedlichem Umfang in die Motorik eingebunden. Im Spannungsfeld zwischen unwillkürlichen Reflexen und bewussten Handlungen können drei Ebenen der Motorik unterschieden werden:
1. Ebene - Reflexe
Die einfachste Stufe der Motorik sind Reflexe. Als Reflex bezeichnet man eine unwillkürliche, stets in gleicher Weise ablaufende Antwort der Muskulatur auf einen Reiz. Über Rezeptoren in den Muskeln, Gelenkkapseln, Sehnen und Bändern werden bereits auf Rückenmarksebene zweckgerichtete muskuläre Antworten des Körpers generiert. Höhere Funktionskreise integrieren die Rückenmarksreflexe in komplexere Bewegungen.
Wird ein Muskel innerhalb einer kurzen Zeit gedehnt, reagiert er darauf mit einer reflektorischen Anspannung und Verkürzung.
Galileo trainiert Muskulatur reflektorisch!
2. Ebene - automatische Bewegungsabläufe
Der nächst höheren Ebene sind Bewegungen zuzuordnen, die ebenfalls automatisch, ohne unsere bewusste Zuwendung ablaufen. In diese Kategorie fallen rhythmische Bewegungsmuster wie z.B. das Gehen.
Rhythmische Bewegungsabläufe lassen sich nicht mehr durch reine Reflexorganisation erklären, sie verlangen ein neuronal gespeichertes, abrufbares Bewegungsprogramm. Es werden Merkmale von Willkürhandlungen und unwillkürlichen Handlungen vereint. Hierbei sind Initiierung, Variation und Beendigung der Bewegung bewusst gewollt, also willkürlich, dazwischen jedoch läuft ein Automatismus ab.
Rhythmische, automatisierte Bewegungsabläufe sind erlernt und können bei veränderten Bedingungen durch Übung modifiziert werden. So verändert sich das in der Kindheit erlernte Bewegungsmuster des Gehens, wenn durch Wachstum, Unfall, Krankheit oder Altern veränderte biomechanische Bedingungen eintreten.
Galileo verbessert diese automatischen Bewegungsabläufe!
3. Ebene - Willkürbewegungen
Die dritte Stufe in der Hierarchie der Motorik sind Willkürbewegungen mit dem höchsten Grad an Komplexität und bewusster Kontrolle. Sie entspringen Entscheidungen und Plänen. Durch ihre Kopplung an die Wahrnehmung wird die Anpassung der willkürlichen Bewegung an unsere Umgebung ermöglicht.
Die Willkürbewegungen sind zielgerichtet, erlernt und können durch Übung verbessert werden. Sie bieten die größte Variabilität und sind fast unbegrenzt an Umgebungsbedingungen zu adaptieren.
Stützmotorik - Zielmotorik - Posturales System
In einer anderen Kategorisierung kann die Motorik danach eingeteilt werden, ob sie mehr der Einhaltung einer Körperposition oder einer zielgerichteten Bewegung dient. Man spricht von Stützmotorik und Zielmotorik. Jede Zielmotorik setzt eine Stützmotorik voraus, um der Bewegung ein statisches Widerlager zu bieten (siehe Stand- und Spielbeinphase beim Gehen).
Die Gesamtheit der Organe und Organsysteme, welche die adäquate Körperhaltung in Ruhe und Bewegung erzeugen und erhalten, werden als posturales System bezeichnet. Der Input in das posturale System erfolgt auf drei Kanälen: durch Sehen, unser Gleichgewichtsorgan und den Lage- und Bewegungsrezeptoren (Propriozeption). Von diesen drei Komponenten ist die Propriozeption funktionell bei weitem am wichtigsten. Erst damit ist es möglich, die Lage des Körpers und seiner einzelnen Teile im Raum wahrzunehmen und in die Bewegungsplanung integrieren zu können.
Das posturale System wird von Geburt an trainiert und durch Übung ständig leistungsfähig gehalten - kein Säugling kann von Anfang an sitzen oder gar gehen. Diese Fähigkeiten müssen erst erlernt werden. Und Immobilität und Inaktivität verschlechtern die Leistungsfähigkeit des Systems innerhalb von Tagen.
Galileo verbessert die Propriozeption!
Literaturauswahl als Information ausschließlich für Kollegen
Langzeiteffekte des Galileo 2000
Neue Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Knochenstabilität und Muskelkraft
Weitere Informationen unter www.galileo-training.com.
Hinweise zum Herunterladen und Ausdrucken

