9. Glück

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Wir sprechen alle von Glück und wissen meistens, wie es sich anfühlt, aber wir haben keine Übereinstimmung, das zu benennen, was zum Glücklichsein gehört. Frage ich mich "Bin ich glücklich?“ dann kann die Antwort nur Ja oder Nein sein. In diesem Fall wäre das Glücklichsein das Ende eines Prozesses, ein bestimmter, identifizierbarer Punkt. Solch ein Punkt existiert jedoch nicht. Also fragen wir uns lieber "Wie kann ich glücklicher werden?“ Dies meint Tal Ben-Shahar in seinem lesenswerten Buch "Glücklicher“, woraus einige der nachfolgenden Überlegungen stammen.

Es geht beim Glück darum, Dinge zu tun, die uns jetzt und in der Zukunft Spaß machen. Dauerhaftes Glück erfordert, dass wir den Weg genießen, der uns zu einem lohnenswerten Ziel führt. Um glücklich zu sein, reicht es nicht aus, dass das Leben eine Bedeutung hat. Wer Bedeutung und positive Gefühle erleben will braucht zukünftigen und gegenwärtigen Nutzen. Wir brauchen Ziele, die uns etwas bedeuten und die wir gerne anstreben. Es ist dabei nicht notwendig sie zu erreichen. Langfristige Ziele haben den zusätzlichen Sinn, uns zu befreien, so dass wir das Hier und Jetzt genieße können, wir haben so das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein.

Alle Glücksforscher betonen, dass ein festes Ziel für Glücklichkeit und überhaupt für sinnvolle Handlungsfähigkeit für uns sehr dienlich ist. Die Menge des Glücks ist weltweit unbegrenzt, hat einer viel davon, hat der andere dadurch nicht weniger, also nehme sich jeder so viel er kann.

Emotionen verursachen motion (= Bewegung). Sie liefern das Motiv, den "Beweg“grund, der uns zum Handeln veranlasst. Unser Sprachgebrauch spiegelt eine grundlegende Wahrheit wider.

Um ein sinnvolles Leben zu führen, muss der Lebenszweck aus uns selbst kommen und eine persönliche Bedeutung haben, anstatt sich an gesellschaftlichen Vorgaben und Erwartungen zu orientieren. Wenn wir auf diese Weise unser Leben führen, dann haben wir das Gefühl "unsere Berufung gefunden zu haben“. Georg Bernard Shaw sagte: "Das Leben ist dann eine wahre Freude, wenn es für einen Zweck genutzt wird, der einem selbst sehr wichtig ist.“ Jeder findet etwas anderes wichtig und sinnvoll.

Betrachten wir nun die vielen Dinge und Aktivitäten, die uns wichtig sind, fangen wir an sie in einem Zusammenhang zu sehen. Ein übergreifender Sinn kann die übergreifenden Aktivitäten miteinander verbinden, so wie ein übergreifendes Thema einer Symphonie die einzelnen Noten miteinander verknüpft. Nur auf sich selbst gestellt, macht eine einzelne Note keinen Sinn, aber sie bekommt eine große Bedeutung, wenn sie zum Teil einer Melodie, eines übergeordneten Ganzen wird. So finden wir einen Sinn in unserem eigenen Handeln und können dann das Zusammenspiel in der ganz großen Symphonie erkennen, im Zusammenspiel aller in allem.

Skizze Wille

"Was hinter uns und was vor uns liegt, ist Nichts im Vergleich zu dem, was in uns liegt“

Ralph Waldo Emerson

"Fang mit dem an, was du tun oder dir erträumen kannst! Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne jetzt.“

Johann Wolfgang von Goethe

"Wer ein erfülltes Leben führen will, sollte Ziele verfolgen, die mit persönlichem Wachstum, zwischenmenschlicher Beziehung und Beiträgen zur Gesellschaft verknüpft sind anstatt mit Geld, Schönheit und Popularität. Außerdem sollten diese Ziele interessant sein und eine persönliche Bedeutung haben und nicht von anderen erzwungen werden oder durch äußeren Druck zustande kommen.“

Kennon Sheldon

"Das Leben ist kurz. Wenn Sie die Entscheidung treffen, welchen Weg sie einschlagen, sollten Sie sich zuerst über die Dinge Klarheit erschaffen, die Sie tun können. Wählen Sie von diesen die aus, die Sie tun wollen. Und von diesen dann die, die Sie wirklich tun wollen. Finden Sie schließlich die Dinge, die Sie wirklich, wirklich tun wollen – und tun Sie sie.

Ohad Kamin

Die Glücksformel nach Martin Seligman lautet:
G = V + L + W
Glück = Vererbung + Lebensumstände + Wille.

Test des nachhaltigen Glücksniveaus nach Martin Seligman (Der Glücksfaktor, Bastei 2002)

Bitte kreuzen Sie bei den folgenden Aussagen den Wert an, der Sie Ihrem Gefühl nach am besten beschreibt:

  1. Ganz allgemein halte ich mich

    --- -- - o + ++ +++
    nicht für einen glücklichen Menschen
    für einen sehr glücklichen Menschen
  2. Verglichen mit den meisten Menschen meines Alters halte ich mich für

    --- -- - o + ++ +++
    weniger glücklich
    glücklicher
  3. Manche Menschen sind generell sehr glücklich. Sie genießen das Leben, egal, was passiert, und machen für sich aus allem das Beste. In welchem Maß trifft diese Beschreibung auf Sie zu?

    --- -- - o + ++ +++
    überhaupt nicht
    in hohem Maße
  4. Manche Menschen sind generell nicht sehr glücklich. Obwohl sie nicht depressiv sind, wirken sie niemals so glücklich, wie sie sein könnten. In welchem Maße trifft diese Beschreibung auf Sie zu?

    --- -- - o + ++ +++
    überhaupt nicht
    in hohem Maße

Ergebnis:

Vergleich/Einschätzung: Je höher der Punktwert, desto höher Ihr Glücksniveau.
Der Durchschnitt der amerikanischen Erwachsenen liegt bei 4,8. Zweidrittel der Menschen erhalten Werte zwischen 3,8 und 5,8.

Glück und Reichtum.

Daniel Kahneman, Nobelpreisträger für Wirtschaft, hat in seinen Forschungen nur wenige Hinweise auf eine Verbindung von Wohlstand und Glück gefunden.
"Die Vorstellung, dass ein hohes Einkommen mit einem guten Lebensgefühl verbunden ist, ist weit verbreitet, trifft aber in den wenigsten Fällen zu. Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen sind mit ihrem Leben zwar relativ zufrieden, aber in der konkreten Erfahrung sind sie kaum glücklicher als andere. Sie sind in der Regel angespannter und verbringen nicht mehr Zeit mit Aktivitäten, die ihnen Spaß machen… Die Menschen messen dem Einkommen in Bezug auf ihr Glücksgefühl einen zu großen Wert bei,…“

Köcherbaum

Köcherbaum in Namibia bei unserem Sundowner

Nähe Fishriver-Canyon, 2007

 

 

Dazu fällt mir die Geschichte eines Afrikaners ein, die mein alter Freund Reinhard Elers nach einem Namibiaaufenthalt mitbrachte (Heinrich Böll erzählt sie ähnlich in seiner "Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral"):

Ein Afrikaner liegt unter einem Baum im Schatten und träumt vor sich hin.
Kommt ein weißer Farmer daher und sagt: "Was liegst du da faul rum? Gehe arbeiten!".
Afrikaner: "Warum soll ich arbeiten?“
Weißer: "Damit du Geld verdienst.“
Afrikaner: "Und was soll ich dann mit dem Geld machen?“
Weißer: "Sparen, bis du ganz viel hast.“
Afrikaner: "Und was soll ich dann damit machen?“
Weißer: "Dann brauchst du nicht mehr zu arbeiten, kannst dein Leben genießen und dich ausruhen.“
Afrikaner: "Das habe ich doch jetzt schon.“

Wir streben nach Reichtum, weil wir uns die Erfüllung aller materiellen Wünsche erträumen. Aber was wir eigentlich suchen, ist Glück, Zufriedenheit, Harmonie, Liebe und geliebt zu werden, eben "inneren" Reichtum. Der kann von "außen" durch materiellen Reichtum nicht kommen.

Es geht bei den meisten von uns in diesem irdischen Streben nicht darum, etwas Konkretes zu erreichen. Es geht um Neid, um "mehr", mehr als der Nachbar, mehr als ich jetzt besitze. Wir sind gefangen in Relativität. Eine detaillierte Studie kommt jedoch zu dem Schluss, dass ab einem Jahreseinkommen von $ 20.000 das Glück nicht mehr proportional zum Einkommen ansteigt. Das sind nur € 1230,- im Monat! Eine Erklärung für dieses mangelnde Glückswachstum ist, dass zwar Erwerb kurzfristig glücklich machen kann, nicht aber Besitz. Dieses deckt sich mit der buddhistischen Bezeichnung der Leerheit. Nach einer weiteren Studie von 1972 bis 2002 der "General Social Survey" gaben 23.339 Amerikaner an, sie seien dann glücklich, wenn sie mehr Geld und Status haben als ihre Altersgenossen oder Kollegen. Nach solchen Überlegungen wären die reichsten Menschen auch die Glücklichsten. Gerade die sehr Reichen sind aber oft voller Leere. Konsum und Geld können ersticken, sodass sie den Zugang zum Leben und sich selbst (zu ihrem Selbst) verlieren können.

Elton John

Elton John
www.wikipedia.org,
Flickr 2007-07-12

Schauen wir auf einen Berühmten und Reichen:

Elton John, sein Vermögen wird auf € 250 Millionen geschätzt. Er beschreibt sich rückblickend als sex-, alkohol-, drogen-, fress- und kaufsüchtig (Welt am Sonntag 2.1.05). Er hatte Bulimie, war alkoholabhängig und kokainsüchtig. Nach 18.000 Therapiestunden beim Psychiater und seinem Bekenntnis zur Homosexualität fühlte er sich seit Anfang der 90er Jahre besser. Jetzt wohnt er in einem Schloss in England abgeriegelt und ständig von Bodyguards umgeben. Ist er glücklich? Ist seine Situation erstrebenswert?

Fussballer2005 starb Georg Best, einer der schillernsten Typen der Fußballszene. Er führte einen extremen Lebenswandel, war Alkoholiker, bekam eine Lebertransplantation und trank weiter. Berühmt sind seine lockeren Sprüche, die materiellen Lebensstil verherrlichen: "Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst." "... Frauen: Früher bin ich oft missen gegangen: Miss England, Miss Kanada, Miss World." Zu seinem Alkoholkonsum: "Ich habe mit dem Trinken aufgehört. Aber nur, wenn ich schlafe."

Es gibt Statistiken, die besagen zwei Drittel von uns sind psychisch krank, die Hälfte davon ist behandlungsbedürftig und hält unsere Welt nur mit Pillen oder Psychiatern aus. In Deutschland werden € 60 Mrd./Jahr zur Behandlung psychisch kranker ausgegeben. Durch Stress am Arbeitsplatz kommen weitere € 60 Mrd. hinzu (nach Nefiodow). In der Europäischen Union leiden 21 Millionen Menschen unter Depression und jährlich werden es mehr nach European Brain Council 2009. Hauptsächlich betroffen sind verheiratete Mütter zwischen 30 und 44 Jahren. Eine wirkliche Heilung kann die aktuelle Medizin kaum anbieten.

Smilie

Glücklichkeit ist ein innerer Zustand.
Jeder schafft sich seine eigene Realität.

Smilie

Unser Glücksgefühl scheint eine recht hohe Konstanz zu haben. Von Lottogewinnern wissen wir, dass sie schon nach nur einem Monat wieder zu ihrem gewohnten Grad des Wohlbefindens zurück kehren. Gleiches trifft für schmerzliche Erfahrungen zu. Unfallopfer, die querschnittsgelähmt wurden, sind nach nur einem Jahr wieder so glücklich, wie sie vor dem Unfall gewesen sind.

Wenn also materieller Reichtum nicht zwangsläufig zum Glück führt, warum haben dann so viele Menschen diese Vorstellung? Ben-Shahar meint, dass dies in unserer Evolution begründet sein könnte. Als wir noch Jäger und Sammler waren, bestimmte die Anhäufung von Wohlstand – der hauptsächlich aus Nahrungsvorräten bestand - , ob wir die nächste Dürre oder den nächsten kalten Winter überstanden. Zu horten gehörte zu unserer Natur. Heute haben selbst die, deren Zukunft materiell abgesichert ist, noch einen Hang zum Horten über das Maß der Notwendigkeit hinaus. Schauen Sie einmal auf Ihren Dachboden, in den Keller und in Ihren Schränken ganz oben nach. Die Anhäufung von materiellen Dingen ist nicht länger für das Überleben notwendig, sondern ist zum Selbstzweck geworden. Wir sammeln nicht mehr etwas an, um zu leben; wir leben, um etwas anzusammeln.

"Die Gesellschaft redet uns ein, dass nur das Materielle Gewicht hat – nur was gezählt werden kann, zählt.“

Laurence G. Boldt

"Ich glaube fest daran, dass wir uns auf den Weg begeben, der für uns schon immer vorbereitete ist und nur darauf wartet, von uns beschritten zu werden, wenn wir unserem eigenen Glück folgen. Erst dann führen wir das Leben, das für uns bestimmt ist. Wenn wir das erkennen, treffen wir Menschen, die in unserem positiven Feld sind und Türen für uns öffnen. Ich kann jedem nur raten, seinem Glück zu folgen und keine Angst zu haben. Dann öffnen sich Türen, die man überhaupt nicht für möglich gehalten hätte.“

Joseph Campbell

Liebe.

Eine Sonderrolle in der Frage des Glücks spielt die Liebe. Wenn wir Liebe für ein Gefühl halten, für einen Zustand, der sich dem Verstand entzieht, werden wir ihr nicht ganz gerecht. Ohne eine rationale Grundlage kann Liebe nicht von Dauer sein. So wie positive Emotionen alleine nicht ausreichen, um dauerhaft glücklich zu sein.

Wir lernen, dass sich zu verlieben etwas damit zu tun hat, seinem Herzen zu folgen und nicht seinem Verstand – dass Liebe also per definitionem unerklärlich, mystisch und jenseits verstandesgemäßer Gründe und Erklärungen ist. Dennoch, wenn wir Liebe fühlen, dann fühlen wir sie aus bestimmten Gründen, mögen sie unbewusst und dem Verstand nicht zugänglich sein, aber trotzdem existieren sie. Wenn es also wirklich Gründe dafür gibt, jemanden zu lieben, also bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen, kann es dann überhaupt so etwas wie bedingungslose Liebe geben? Die Antwort hängt davon ab, ob die Eigenschaften, die wir lieben, ein Ausdruck des inneren Selbst der geliebten Person sind.

Das innere Selbst besteht aus den Eigenschaften, die uns am stärksten aus machen, unserem Charakter. Es umfasst die tatsächlichen Muster, nach denen wir leben und die sich nicht notwendigerweise mit den Prinzipien decken müssen, die wir zu befolgen behaupten. Da wir das innere Selbst nicht direkt beobachten können, zeigt es sich nur durch unser Verhalten, das für alle sichtbar ist.

Wenn wir wegen unseres Wohlstandes, unserer Macht oder unserer Berühmtheit geliebt werden, dann ist diese Liebe nicht bedingungslos. Werden wir hingegen wegen unserer Zuverlässigkeit, unserer Herzenswärme und unserer Unerschütterlichkeit geliebt – also wegen der Eigenschaften unseres inneren Selbst, dann ist diese Liebe nicht mit Bedingungen verknüpft.

Bedingungslose Liebe erschafft einen Raum, in dem wir ermuntert werden, die Dinge zu tun, die uns etwas bedeuten und die uns Spaß machen. Wir erleben die Freiheit, unseren Leidenschaften nach zu gehen. Erfolg und Ansehen spielen dabei keine Rolle. Bedingungslose Liebe ist die Grundlage einer glücklichen Beziehung. Die Person, die mich wirklich mehr als anderen liebt, möchte, dass ich mein inneres Selbst ausdrücke, und sie wird mir dabei helfen, die Qualität zu leben, die mich zu der Person machen, die ich wirklich bin.

Bedingungslose Liebe alleine reicht jedoch für eine glückliche Beziehung nicht aus. Bedeutung und Freude, gegenwärtiger und zukünftiger Nutzen sind hier, wie bei anderen sozialen Kontakten, erforderlich.

Manche sehen die Ehe als Verpflichtung an. Sie glauben fälschlicherweise, dass Opferbereitschaft einen moralischen Wert hat, und erkennen nicht, dass es nur zu noch mehr Frustration und Unglück führt, wenn sie zum "Wohle“ des anderen in der Beziehung bleiben. Im Laufe der Zeit wird die Person, die sich "opfert“ es ihrem Partner übel nehmen, dass er ihr nicht den Sinn und die Lebensfreude gibt, die sie vielleicht anderswo fände. Der Partner wiederum fühlt sich schlecht, weil er weiß, dass der andere nur bei ihm bleibt, weil er "muss“, und nicht, weil er will. Auch er verliert so die Bedeutung und Freude, die er sonst in der Beziehung hätte haben können. Mit Opferbereitschaft ist nicht gemeint, wenn man in der Not zusammensteht, sondern dass jemand auf etwas verzichtet, was für sein Glück unverzichtbar ist. Wenn eine Frau zum Beispiel ihre Arbeit aufgibt, für die sie sich berufen fühlt, damit der Mann in einer entfernten Stadt einen Job annehmen, dann opfert sie etwas von sich und schadet ihrem Glücksgefühl. Wenn die gleiche Frau ihrem Mann in seinem neuen Job hilft, ändert das nichts an ihrem Glücksgefühl. Da ihr Glück mit seinem Glück verbunden ist und jeder dann glücklich ist, wenn auch der andere glücklich ist, hilft sie sich selbst, indem sie ihn unterstützt.

Eine Beziehung ist eine Transaktion des Glücks. Wie jede Transaktion bringt sie dann am meisten Gewinn, wenn sie für beide Partner profitabel ist, also eine Win-Win-Beziehung ist, am besten mit gleich viel Nutzen hinsichtlich des Glücks, unabhängig vom finanziellen Verdienst. Kompromisse und Verzicht sind ein natürlicher Bestandteil des sozialen Lebens, beide Partner sollten von der gesamten Beziehung als solches profitieren, dass sie zusammen sind. Gemeinsames wachsen, Erfahrungen teilen, die beiden Spaß machen lässt die Liebe vertiefen. Wir können uns also fragen: Wie können wir uns gegenseitig helfen, glücklicher zu werden? Wie können wir uns besser kennen lernen?

Etwa die Hälfte der deutschen Ehen werden geschieden. Diese Statistik unterstreicht nicht gerade unsere Fähigkeit, eine langfristige Liebesbeziehung aufrechtzuerhalten, besonders wenn wir bedenken, dass "die anderen“ nicht zwangsläufig eine glückliche Beziehung führen. Sind wir vielleicht für langfristige, monogame Beziehungen nicht geschaffen? Nein, denn die weite Verbreitung von Depressionen impliziert ja auch nicht, dass wir zu einem unglücklichen Leben verdammt sind. Was häufig ist muss nicht richtig sein oder zwangsläufig aufreten.

Viele glauben, der Schlüssel für eine erfolgreiche Beziehung bestünde darin, den richtigen Partner zu finden. Diese Vorstellung kommt aus der Filmindustrie. Beim Happy End sind beide verliebt und küssen sich. Das Problem besteht darin, dass der Film aufhört, wo das gemeinsame Leben anfängt mit wirklichem Alltag und all den potenziellen Schwierigkeiten. Der wichtigste Bestandteil einer glücklichen Beziehung besteht darin, die Beziehung zu pflegen, für die man sich entschieden hat, die gegenseitige Intimität immer mehr zu vertiefen.

Was macht Menschen jeden Tag glücklich? Frauen, die gebeten wurden, sich an ihre Emotionen am Ende jedes Tages zu erinnern, stuften Geschlechtsverkehr als die lohnendste Tätigkeit ein, mit großem Abstand vor Begegnung mit Freunden an zweiter Stelle. In der Tat steht mehr Sex in einem engen Verhältnis mit mehr Glück – und anders als bei Geld nimmt die das Glücksgefühl auslösende Wirkung von Sex nicht ab, wenn man genug davon hat.

(nach S. Aamodt und S. Wang. Welcome to Your Brain. Verlag C.H. Beck, 2008)

Wer sind die glücklichsten Menschen?

Vanuatuaner!

Vanu-was? Ja, das sind die Menschen auf der Südseeinselgruppe Vanuatu. Hier leben 200 000 Insulaner, sie sprechen mehr als 100 Sprachen, ihre Lebenserwartung liegt bei nur 63 Jahren. Sie sind überwiegend Fischer, Bauern oder im Hotelgewerbe tätig. "Die Leute hier sind glücklich, weil sie mit wenig zufrieden sind. Das Leben dreht sich um die Gemeinschaft, um die Familie und um das, was man anderen Leuten Gutes tun kann. Das ist ein Platz, wo man sich keine großen Sorgen machen muss" (lokaler Journalist, zitiert nach R.D. Precht. "Wer bin ich und wenn ja, wie viele.“ Goldmann, 2007).

Die New Economics Foundation erstellte 2006 weltweit einen sogen. Happy Planet Index (www.happyplanetindex.org). Gefragt wurde hier nach Erwartungen an das Leben, nach der allgemeinen Zufriedenheit und nach dem Verhältnis der Menschen zu ihrer Umwelt. Neben Vanuatu führen Kolumbien und Costa Rica die Liste an. Nebenbei: Costa Rica ist das einzige Land der Welt, das sein Militär nach dem Zweiten Weltkrieg abschaffte und das Geld in Bildung investiert.

Erbärmlich schnitten dabei die wirtschaftlich reichen Länder ab. Deutschland liegt auf Platz 81, die viel gelobten Skandinavier auf Plätzen zwischen 112 und 123, die USA auf 150, Kuwait 159. Zu den Schlusslichtern der 178 befragten Länder gehören Russland und Simbabwe. Geld, Konsum, Status, Macht und ein langes Leben sind die höchsten Ziele unserer Gesellschaft, vor Familie und Freunden. Das macht nicht glücklich.

Die Werteskala der Glücksökonomen ist genau anders herum. Hier hat die höchste Priorität Beziehung zu anderen Menschen, also zur Familie, zum Partner, zu den Kindern und Freunden, unsere Sexualität. An zweiter Stelle steht das Gefühl, etwas Nützliches zu tun, dann kommen Gesundheit und Freiheit. Wir treffen ständig die falschen Entscheidungen. Wir streben nach Sicherheit, die prinzipiell nicht garantiert sein kann. Wir streben nach immer höherem Einkommen und opfern dabei viel Zeit und Selbstbestimmung. Und wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, mit Geld, das wir nicht haben. So wurden wir erzogen und unser Gesellschaftssystem ist daran ausgerichtet. Unsere Wirtschaft muss immer weiter wachsen, Nullwachstum ist Rezession. Eine völlig unphysiologische Vorstellung. Wenn wir so etwas in der Natur finden, nennen wir es "Krebs" und da merken wir plötzlich, dass wir dieses Prinzip gar nicht mögen.

Der britische Ökonom Richard Layard meint: Da wir mehr Angst vor Verlusten haben, als dass materielle Zugewinne uns glücklich machen können, müssen die Menschen und insbesondere die Politiker umdenken. Sozialer Frieden und sinnvolle Beschäftigung für alle sind wichtiger als die Steigerung des Bruttosozialproduktes. Glück für alle statt Wachstum für unsere Wirtschaft lautet die Botschaft. Unsere Politiker müssen ihr Ziel darin sehen, uns allen Glück zu ermöglichen und uns nicht weiter in die Sackgasse führen mittels Kapitalismus oder Kommunismus. Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung enthält das Streben nach Glück („pursuite of happiness“), aber welche Regierung hat es im Programm? Bhutan! König Jigme Singye Wangchuck des buddhistischen südostasiatische Himalajalandes erklärte 2005: Der Staat hat die Aufgabe, Bedingungen herzustellen, die es allen ermöglichen, das Ziel eines glücklichen und erfüllten Lebens zu erreichen. 2008 hat die erste jährliche Messung des Brutto-Sozial-Glücks ergeben, dass 68% der Befragten sich glücklich fühlen. Auch in England gab es Ansätze. David Cameron, konservativer Kontrahent von Tony Blair forderte kühn: „Politik darf nicht länger an der Steigerung des Bruttoinlandprodukts orientiert werden, sondern an der Erhöhung des Bruttowohlbefindens.“ Auf Initiative von Layard wurde an 22 Schulen das Fach „Life-Skills“ eingeführt. In Deutschland gibt es einen Nacharmer, die Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg, wo das Fach Glück eingeführt wurde. Vielleicht brauchen wir gar kein neues Gesellschaftssystem, sondern ein Umdenken, eine Bewusstseinsänderung von uns allen. Dies könnte die Erkenntnis sein, dass Liebe gegenüber allen und allem unsere wichtigste Kraft ist und Glück für alle unser höchstes Ziel. Braucht man dazu Politiker? Wenn jeder diese Erkenntnis für sich selbst umsetzen kann, entsteht ein ideales Gesellschaftssystem aus sich selbst heraus. Also fangen wir sofort damit an! Vielleicht kann man sich dorthin gar nicht entwickeln, sondern nur da sein. Dieser Artikel will einen Beitrag dazu liefern.

Venus-Mars

www.wikipedia.org
Image rocessing by R. Nunes
(www.astrosurf.com/nunes)

Venus trifft Erde.
Venus: "Warum siehst du so schlecht aus?"
Erde: "Ich habe Homo sapiens".
Venus: "Mach` dir nichts daraus, das geht vorbei".


Sophia

Sophia

Glückliche Kinder genießen Sattheit, Liebe und interessante Beschäftigung. Sie fragen sich nicht, ob sie glücklich sind, was ja oft eine Einladung zum Unglück ist.

Selbstliebe und ein gewisser Egoismus gehören auch zum Glück. Viele Menschen fühlen sich nicht wohl aus Eigeninteresse und auf das eigene Glück bezogen zu leben. Diese Vorstellung vermitteln uns seit sehr vielen Jahren die meisten Religionen und Philosophen, die jedoch davon ausgehen, dass egoistisches Handeln unweigerlich anderen schadet. Dies muss aber nicht sein. Anderen zu nutzen, nutz uns selbst. Andere glücklich zu machen, macht uns selbst glücklich. Jeder von uns kennt die Erfahrung, wie schön das Gefühl ist anderen dienlich zu sein. Glück und Liebe sind immer und überall im Überfluss vorhanden.

Sei Du selbst die Veränderung, die Du in dieser Welt sehen willst.

Mahatma Gandhi

Kleine Chemie des Glücks

Freudige Erregungen werden in unserem Gehirn ausgelöst insbesondere durch Serotonin und andere Neurotransmitter, also Stoffe, die Nervenverbindungen aktivieren. Schokolade, Drogen und z.B. Gerüche setzen Serotonin frei. Ähnlich wirkt Endorphin, das u.a. beim Joggen erzeugt wird und wir bekommen das “Runner`s High“. Der Schokolade essende Läufer ist aber nicht im ständigen Glückszustand, da regelmäßiges Serotonin und Endorphin in unserem biologischen Regelkreis zur Gewöhnung führen, das Glücksgefühl bleibt aus. Die Stimulation muss dann erhöht werden, Marathonlauf und andere Extremsportarten … es entsteht Sucht.

"Kein Mensch kann so leben, dass er ständig in absoluter Harmonie mit sich selbst ist. Fortwährend in seinem augenblicklichen Tun aufzugehen, alles um sich herum, einschließlich der Zeit, verschwimmen zu lassen, nirgendwo zu verweilen als im Hier und Jetzt, sind schöne Gedanken der fernöstlichen Weisheitslehren. Psychologisch betrachtet sind sie eine Überforderung. Neurochemisch gesehen machen sie den Ausnahmefall zum Regelfall. Große Glücksgefühle sind "Inseln der Seligkeit" im Ozean unseres Lebens. Aber natürlich sind solche Zustände kein durchgängiges Rezept für ein gelingendes Leben, sondern eine unrealistische Erwartung."

(R.D. Precht."Wer bin ich und wenn ja, wie viel?. Goldmann, 2007)

Was braucht der Mensch zum Glücklichsein? "Ein gutes Buch, ein paar Freunde und keine Zahnschmerzen."

Theodor Fontane

"Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei, ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten."

Sigmund Freud

"Die höchste Vollkommenheit einer vernunftbegabten Natur besteht in dem unermüdlichen Streben nach wahrem und dauerndem Glück."

John Locke

Kann man Glück lernen?

Ja! Glück entsteht nicht von alleine, man kann es sich erarbeiten. Wie in allen menschlichen Fragen heißt es: Aktiv werden, selbst Verantwortung übernehmen und nicht warten, dass die anderen etwas tun. Wenn jeder an den anderen etwas ändern will, ändert sich nichts. Wenn jeder sich selbst ändert, ändert sich alles und ein neues Bewusstsein kann entstehen.

Praktische Regeln der Glücksökonomen:

  1. Aktivität!
    Geistiger Stillstand macht schlechte Laune und Alzheimer. Körperlicher Stillstand führt zu organischem Abbau und bremst geistige Beweglichkeit. Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
  2. Sozial leben!
    Partnerschaft, Familie, Freundschaft, gemeinsam erleben.
  3. Glücksgremium!
    Schaffen Sie sich ein persönliches "Glücksgremium“, eine Gruppe von Menschen, denen Sie und Ihr Wohlbefinden am Herzen liegen. Erfüllte soziale Beziehungen sind der Hauptfaktor des Glücks. Hier spielt die Liebe eine besondere Rolle. "Wer sich freut, muss seine Freude mit anderen teilen, denn das Glück ist als Zwilling geboren.“ (Lord Byron)
  4. Konzentration!
    Je intensiver man sich auf Mitmenschen einlässt, desto mehr Gefühl und Mitgefühl kann man entwickeln.
  5. Realistische Ziele!
    Realistische Ziele setzen und sie auch erreichen. Auf Erwartungen verzichten.
  6. Gute Gedanken!
    Positiv denken. Dostojewski: "Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick."
  7. Gelassenheit!
    Gelassener mit Unglück umgehen. Unglück ist eine Erfahrung, durch die wir lernen, sie ist nicht gut oder schlecht, sie ist. Jeder Tag ist ein neues Leben.
  8. Freude durch sinnvolle Tätigkeit!
    Das tun, was man wirklich, wirklich will mit Nutzen auch für andere.
  9. Liebe leben!
    Die Liebe ist die größte Kraft des Lebens. Wie finde ich Liebe? Die Liebe ist überall, man braucht nicht nach ihr zu suchen.
  10. Vergeben!
    Vergeben ist nicht gleich vergessen. Frieden machen mit allen und allem. Vergeben befreit. Durch Groll auf andere schadet man nur sich selbst.
  11. Dankbarkeit. Wir fühlen uns emotional und körperlich wohler, wenn wir uns bewusst machen, wofür wir dankbar sind. Dazu kann ich jeden Abend fünf Dinge/Ereignisse aufschreiben, die mich glücklicher gemacht haben, für die ich also an diesem Tag dankbar bin.
  12. Öffnen!
    Bewusst öffnen für negative und positive Begebenheiten, z.B. im Schreiben eines Tagebuches. Alles was passiert unbewertet als Impulse erkennen.
  13. Meditation!
    Ideal ist ein analytisches Nachdenken in geistiger Ruhe um tiefe Erkenntnisse zu entwickeln, auf die man auch ohne Meditation dann direkt zugreifen kann und unser Denken beeinflusst. In einer einfachen Form kann man sich mit positiven Gefühlen anfüllen, in dem man an Phasen, Erlebnisse oder Personen denkt mit denen man sehr glücklich war.

Solche Veränderungen geschehen nicht über Nacht. Wichtig ist, sie als Ritual fest in den Zeitablauf einzufügen, meinen die Glücksforscher.

Die o.g. Punkte können jedoch nur Gelegenheiten schaffen für den eigentlichen Prozess, Glück so zu sagen von innen heraus zu produzieren. Wir nehmen Emotionen wahr und interpretieren sie je nach Blickwinkel. Und von diesen Blickwinkeln gibt es unendlich viele. In jeder Sekunde entscheiden wir neu, welchen Blickwinkel wir wählen. Buddha: „Es gibt keinen Weg zum Glücklichsein. Glücklichsein ist der Weg“. Glück gehört zu den Zuständen, die man sich nicht erarbeiten oder verdienen kann, man kann in einem solchen Zustand nur sein. Jeder bestimmt es und hat die freie Wahl sofort zu sein, z.B. glücklich zu sein. „Emotionen sind nicht unkontrollierbar wie das Wetter. Sie hängen auch nicht primär von den Umständen ab, sondern davon, wie wir diese interpretieren… Hören Sie auf zu Grübeln. Nutzen Sie gezielt Ihre Stärken. Fördern Sie Freundschaften und Beziehungen – gute Gefühle sind kein Soloprojekt.“ (Barbara Fredrickson, Focus 30/2009)

Test für Dankbarkeit nach Martin Seligman (Der Glücksfaktor, Bastei 2002)

Bitte kreuzen Sie bei den folgenden Aussagen den Wert an, der Ihre Zustimmung am besten beschreibt:

  1. Ich habe sehr viel im Leben, für das ich dankbar bin.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung
  2. Wenn ich alles, wofür ich mich dankbar gefühlt habe, auflisten sollte, würde das eine sehr lange Liste ergeben.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung
  3. Wenn ich mir die Welt ansehe, erkenne ich nicht viel, für das ich dankbar sein kann.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung
  4. Ich bin einer großen Anzahl von Menschen dankbar.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung
  5. Während ich älter werde, erkenne ich, dass ich besser in der Lage bin, die Menschen, die Ereignisse und die Situationen zu würdigen, die Teil meiner Lebensgeschichte gewesen sind.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung
  6. Sehr viel Zeit kann vergehen, bevor ich für jemand oder etwas Dankbarkeit spüre.

    starke Ablehnunggeringe Ablehnung geringe Ablehnung weder Zustimmung noch Ablehnung geringe Zustimmung Zustimmung starke Zustimmung

Ergebnis:

Grad der Dankbarkeit:

Unter 35 = unteres Viertel
36 – 38 = untere Hälfte
39 – 41 = oberes Viertel
42 = oberes Achtel

David Gilmour

David Gilmour
www.wikipedia.org
Alexandra Palace

David Gilmour (Leadgitarrist von Pink Floyd) sagt dazu: "Hat man das Ziel seiner Ambitionen einmal erreicht, kann man extrem unglücklich und orientierungslos werden. Durch dieses Lebensloch möchte ich nicht noch mal waten müssen […] Mich erfreuen mittlerweile die simplen Dinge des Lebens. Ich habe gesehen, dass unsere Emotionen die nachhaltigsten Special Effects im Leben jedes Individuums sind."

(DIE WELT, 15.09.2007)

Glücksforscher empfehlen folgende Übungen:

In Anlehnung an M. Seligman. Der Glücksfaktor. Unter www.authentichappiness.org kann man den Fragebogen VIA Signature Strengths nach Registrierung kostenlos ausfüllen.

  1. Konzentrieren Sie sich auf positive Erlebnisse. Schreiben Sie sich einen Monat lang jeden Abend drei gute Dinge auf, die an diesem Tag passiert sind, und erklären Sie, wie es dazu kam. Innerhalb weniger Wochen verstärkt sich so Ihr Glücksgefühl und depressive Tendenzen werden gemindert.
  2. Üben Sie den Einsatz Ihrer Charakterstärken. Wenn Sie Ihre fünf größten Stärken kennen, achten Sie darauf, eine Woche lang an jedem Tag eine von ihnen auf neue Art und Weise einzusetzen.
  3. Achten Sie darauf, dankbar zu sein. Schreiben Sie sich jeden Tag fünf Dinge auf, für die Sie dankbar sind.

Was beeinflusst unser Glücksgefühl nicht?

  1. Mehr Geld zu verdienen.
    Materialistisch orientierte Menschen sind weniger glücklich.
  2. Gesund zu bleiben.
    Bedeutend ist die subjektiv empfundene, nicht die objektive Gesundheit.
  3. So viel Ausbildung wie möglich an zu streben.
    Ausbildung und Intelligenz haben keinen Effekt.
  4. In ein sonnigeres Klima aus zu wandern.

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