5. Aussagewerte von Naturwissenschaften und Philosophie (Zusammenfassung)

Übersicht     zurück     

Wir können nichts Sicheres über die Natur aussagen, nur Annäherungen in oft groben Vereinfachungen erreichen. Die Quantenphysik vernichtete eine naturwissenschaftliche Gewissheit. Wissenschaftler können nur Wahrheiten definieren, die das aktuell anerkannte Wissen enthalten, das sich ständig wandelt und eben nie eine letzte Gewissheit erbringen kann. Wissenschaftliche Erkenntnisse sind somit keine Fortschritte auf einer Linie, die irgendwann mal das Ziel einer letzten Erkenntnis erreicht, sondern nur Stationen in einem ewigen Kreislauf. Alles ist durch unsere subjektive Wahrnehmung geprägt und wir erfahren es als individuelle Realität. Eine für alle übereinstimmende Objektivität gibt es nicht. Wir sind wissenschaftlich geschult und glauben an Fakten und Wahrheiten, obwohl die Wissenschaft selbst dieses schon am Anfang des letzten Jahrhunderts widerlegt hat. Alle haben Zugang zu diesem Wissen. Durch Ignoranz oder Unkenntnis besonders bei Eltern und Lehrern, wird dieser Selbstbetrug an unsere Kinder weitergegeben.

Der Aussagewert der Philosophie ist im Prinzip nicht anders als bei den Naturwissenschaften, er nähert sich nur von einer anderen Seite. Wir stehen in der Tradition der antiken, abendländischen Philosophie, die auf logischem Denken beruht. Das Lügenparadoxon und Gödels Unvollständigkeitssätze zerstören eine Gewissheit auch in einer geistigen/philosophischen Welt. Alle abendländischen Philosophien sind letztlich unbefriedigend, da sie unsere Gefühle – unsere eigentliche Welt – kaum berücksichtigen. Es wurde viel der Geist erforscht und Wissen erlangte hohe Priorität. Später, nach Descartes, wurde auch der Körper erforscht. Der Seele konnte man sich nicht nähern. Hierum kümmern sich die Religionen, die für Viele unbefriedigende Antworten geben. Die fernöstlichen Philosophien und Religionen beziehen mehr Fühlen und die Seele mit ein, vernachlässigen andererseits meist naturwissenschaftliche Kenntnisse.

Mein Weg:

Ich versuche die individuelle Realität jedes Einzelnen zu akzeptieren, es ist unsere best mögliche Interpretation von allem, was wir in und außerhalb von uns wahrnehmen. Jeder erschafft seine ihm eigene Realität. Objektive Gewissheit gibt es nirgends, auch nicht in Naturwissenschaften, Philosophie und Religion. Das Universum besteht aus materiellen und geistigen Anteilen, die mit uns in Wechselwirkung stehen. Eine Grenze zwischen Geist und Materie ist auch nach naturwissenschaftlichen und philosophischen Erkenntnissen künstlich und unhaltbar. Materie, Geist, Gedanken, Seele, Raum, Zeit, Mensch … sind ein untrennbares Ganzes, das ständig im Fluss ist. Alles gehört zusammen und beeinflusst sich gegenseitig. Alles ist eines und wechselt stetig.

Übersicht     zurück