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4. Gespräche mit Gott Band III - Kosmische Weisheit

von Neal Donald Walsch 1998
In Klammern stehen meine eigenen Zusätze. Teils habe ich den Text in Ich-Form auf mich bezogen, um die Wirkung auf mich selbst zu verstärken.

Nur wenn ich keine Zustimmung von außen brauche, kann ich mir selbst gehören.

Angst und Schuldgefühle sind die einzigen Feinde des Menschen.

Ich habe die Antwort auf alle Fragen. Ich wähle sie nur nicht, da ich die Wahl getroffen habe, zu glauben, dass ich die Antwort nicht habe – also weiß ich sie auch nicht.
Um zu wissen, wie ich weiß, handle ich so, als ob ich wüsste.

Naturgesetz:

Körper, Geist und Seele müssen in Gedanken, Wort und Tat geeint sein.

Gib das, was du für dich selbst wählst einem andren.
Wenn ich die Wahl treffe mehr Liebe in meinem Leben zu haben, dann lasse ich einen andren mehr Liebe in seinem Leben haben.
Wenn ich glücklich sein will, lasse ich einen andren glücklich sein.
Mein Akt des Weggebens erzeugt in mir die Erfahrung, dass ich es habe, um es weggeben zu können. Da ich einem andren nicht geben kann, was ich nicht habe. So schlussfolgert mein Geist, dass ich es habe. Das wird meine Erfahrung und ich fange an es zu sein.

„Schaden“ ist eine subjektive Reaktion auf ein objektives Ereignis, das ist ganz und gar meine Entscheidung.

„Handelt, als wäret ihr von nichts und niemandem getrennt, und ihr werdet morgen eure Welt heilen.“

Seele (Selbst)

Der Grund einer Seele sich zu (re)inkarnieren ist zu sein und auszudrücken, wer sie wirklich ist. Sie möchte sich selbst erfahren und erkennen, nach Sein streben. Die Seele strebt intuitiv die perfekte Situation an, um richtig zu denken und um zu erfahren.

Zeit

Alles, was ich je war, sein, tun oder haben werden, habe ich bereits getan. Ich tue es in diesem Augenblick. So etwas wie Zeit gibt es nicht. Der Punkt ist, alles geschieht gleichzeitig.
Technologische Metapher: Man kann sich die Speicherung aller Ereignisse auf einer CD vorstellen. Alle Endresultate bestehen bereits. Ich wähle eine Szene, welche ich möchte und so oft wie ich möchte, mache die Erfahrungen, die ich möchte. Das worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das ziehe ich an. Spiele das Spiel und feiere das Leben! 

Jede Seele (Selbst) existiert milliardenfach als unterschiedliche Personen gleichzeitig an Milliarden Punkten im Raum-Zeit-Kontinuum im ewigen Moment des Jetzt. Es gibt aber nur eine Seele, wir sind alle eines, das Bewusstsein ist nur auf gespalten, Gott hat sich selbst in viele Stücke geteilt.

„Jeder Augenblick endet in dem Moment, in dem er beginnt….Jede Interaktion „beginnt“ in dem Moment zu „enden“, in dem sie „anfängt zu beginnen“. Nur wenn du darüber nachgedacht und es wirklich verstanden hast, erschließt sich dir der ganze Schatz eines jeden Augenblicks – und des Leben selbst.“

„Je mehr Distanz du zwischen deinem Selbst und dem physischen Ort eines jeglichen Ereignisses legst, desto weiter zieht sich dieses Ereignis in die „Vergangenheit“ zurück. Versetze dich ein paar Lichtjahre zurück, und das, was du anschaust, hat sich vor sehr, sehr langer „Zeit“ ereignet.

Aber es hat sich nicht „vor langer Zeit“ ereignet. Die physische Distanz hat nur die Illusion von „Zeit“ geschaffen und dir erlaubt dein Selbst  als „hier, jetzt“ seiend zu erfahren, während du „dann dort“ bist!
Eines Tages werde ihr sehen, dass das, was ihr Zeit und Raum nennt, dasselbe sind. Dann werdet ihr erkennen, dass sich alles hier und jetzt ereignet.

Tod

Viele Leute die „gestorben“ sind können es zunächst nicht glauben, weil sie sich sehr lebendig fühlen und sind daher verwirrt. Das Selbst sieht vielleicht den Körper regungslos liegen, doch es kann sich selbst überall hinbewegen und erfährt, dass  es sich überall im Raum gleichzeitig befindet und gedankenschnell überall hingelangen kann.
„Aus dem Körper entlassene Seelen erinnern sich rasch daran, wie sie ihre Gedanken sehr sorgfältig überwachen und kontrollieren können, den sie erschaffen und erfahren alles, woran sie denken. …Dies gilt auch für die noch im Körper wohnenden Seelen, nur dass sich hier die Resultate gewöhnlich nicht sofort zeigen. Und eben diese Zeitspanne zwischen Gedanke und Schöpfung – die Tage, Wochen, Monate oder Jahre betragen kann – bewirkt die illusionäre Vorstellung, dass die Dinge nicht von dir verursacht worden sind, sondern dass sie dir zustoßen. Das ist eine Illusion, die dich vergessen lässt, dass du diese Sache herbeigeführt hast….Dieses Vergessen gehört zum System…Denn du kannst erst erschaffen, wer du bist, wenn du vergessen hast, wer du bist…
Wenn du deinen Körper verlässt, wirst du also zu deiner großen Überraschung die ganz offen sichtlich und unmittelbare Verbindung zwischen Deinen Gedanken und Schöpfungen erkennen. Dies wird dich zunächst schockieren, doch wenn du dich allmählich daran erinnerst, dass du  bei der Erschaffung deiner Erfahrung der Bewirkende und nicht nur das Bewirkte bist, wird es zu einer sehr vergnüglichen Überraschung“.
Nach dem „Tod“ sehe ich mehr, habe eine andere Perspektive und eingeschränktes Verständnisvermögen. Ich sehe den Fels und sehe in ihn hinein. Die allerkomplexesten Aspekte des Lebens werden mir ganz klar.

Um das Leben zu lieben musst du den Tod verstehen und lieben. „Du würdest eine sehr viel bessere und intensivere Zeit mit jeder Person verbringen, wenn du dächtest, dass du das letzte Mal mit ihr beisammen bist. Die Intensität Deiner Erfahrung von jedem Augenblick würde sich über die Maßen steigern, wenn du dächtest, dies wäre der letzte solche Augenblick. Deine Weigerung, über deinen Tod nachzudenken, führt zur Weigerung, über das Leben nachzudenken.“ Du verpasst den Augenblick, du schaust an ihm vorbei statt hindurch. Wenn du intensiv über etwas nachsinnst, dann durch-schaust du es. Dann gibt es keine Illusion mehr, denn du siehst das Ding so, wie es wirklich ist. So kannst du die Illusion genießen, nur die Tatsache, dass du sie für Wirklichkeit hältst, verursacht den Schmerz. „Was du als nicht real erkennst, ist niemals schmerzvoll.“ „Wenn du auch erkennst, dass der Tod eine Illusion ist, dann kannst du sagen: Tod, wo ist dein Stachel? Du kannst dich sogar auf den Tod freuen! Du kannst dich sogar auch am Tod eines anderen erfreuen.“ „Vergänglichkeit ist die einzige Wahrheit. Nichts ist von Dauer. Alles verändert sich. In jedem Moment. In jedem Augenblick.“

In unserer Welt des Relativen haben wir das Gegenteil von Tod als eingebildete Erfahrung geschaffen, wodurch das Leben für uns mehr Wert bekommt.

Metapher zu Leben und Tod

Siehst du die Blüte als sterbend an, dann wirst du sie mit Trauer betrachten. Doch siehst du die Blüte als Teil des ganzen Baumes an, der sich verändert und bald Früchte tragen wird, dann siehst du die wahre Schönheit der Blüte. Du bist nicht die Blüte und auch nicht die Frucht, du bist der Baum und deine Wurzeln ruhen tief in Gott. Gott ist der Boden aus dem dein Baum entspringt und deine Früchte werden zu ihm zurückkehren und mehr fruchtbaren Boden schaffen. So bringt Leben Leben hervor und kann keinen Tod kennen, niemals.

„Wer etwas über den Tod wissen will, will etwas über das Leben wissen.“

Gedanken

Ich verweile nicht in negativen Gedanken, besonders nicht in Momenten wo mir alles düster erscheint, gerade dann sehe ich nur Vollkommenheit und bringe Dankbarkeit zum Ausdruck und stelle mir vor, welche Manifestation der Vollkommenheit ich als nächstes wähle.

Aus der Makroperspektive gesehen gibt es keine Getrenntheit, und aus der Ferne betrachtet ebenso nicht. (Wenn wir das Universum anschauen ist es ein riesiges Ganzes, dessen Grenzen wir nicht erkennen und wenn wir auf die Atomebene gehen sehen wir ein ähnliches Bild und können die kleinsten Strukturen nicht erkennen und schon gar nicht den Übergang Materie/Geist). Das ganze Leben ist eine Sache der Perspektive.

Bei der Erschaffung meiner Realität im Leben und ebenso im „Leben nach dem Tod“ habe ich immer 3 Möglichkeiten:

  1. Ich lasse zu, dass unkontrollierte Gedanken den Moment erschaffen.
  2. Kreatives Bewusstsein aus eigner Wahl erschafft den Moment.
  3. Ich lasse das Kollektivbewusstsein den Moment erschaffen, die Erfahrung des Bewusstseins von Allem-was-Ist.

Das meiste von dem, was ich erfahre existiert nicht, und doch erfahre ich es.

Alle wünschen dasselbe: Frieden, Liebe, Wohlstand, Gesundheit. Aber alle haben unterschiedliche Vorstellungen dahin zu kommen und meinen, es herrscht Mangel, es gibt nicht genug von allem. Mir kann nichts gegeben werden, wenn ich glaube es nicht haben zu können. Der Glaube etwas nicht haben zu können, ist dasselbe wie der Wunsch, es nicht haben zu können, denn er führt zum selben Ergebnis.
Wie kann man diesen Glauben bekommen?
Man kann nicht dorthin kommen, man kann nur dort sein.
„Diese Art von Glaube – die ich vollständiges Wissen nennen würde – ist nichts, was du erwerben kannst. Ja, wenn du versuchst, es zu erwerben, kannst du es nicht haben. Es ist das was du einfach bist. Du bist einfach dieses Wissen. Du bist dieses Sein. Ein solches Sein entspricht einem Zustand totaler Bewusstheit. Es kann nur aus einem solchen Zustand hervor gehen. Wenn du danach strebst, bewusst zu werden, kannst du es nicht sein.
Das gleicht dem Versuch ein Meter achtzig groß zu sein, wenn du ein Meter fünfzig groß bist. Du kannst nicht ein Meter achtzig groß sein. Du kannst nur sein, was du bist – ein Meter fünfzig.“
Solange ich danach strebe, etwas zu haben, kann ich es nicht haben, weil dieses Streben aussagt, dass ich es jetzt nicht habe.

Ethikproblem richtig/falsch

Jede Person glaubt bei allem, was sie tut, in Hinblick auf ihre Bestrebungen und Wünsche richtig zu handeln.
Du hältst ihre Bestrebungen und Wünsche für falsch. Aber sie halten sie nicht für falsch. Du magst mit ihrer Wertvorstellung, ihre ethischen und theologischen Auffassungen, ihre getroffene Wahl und mit ihren Handlungen nicht einverstanden sein…aber sie sind es aufgrund ihrer Wertvorstellungen.
Du nennst ihre Wertvorstellungen „falsch“, aber wer sagt, dass deine „richtig“ sind? Nur du. Selbst das würde noch einen gewissen Sinn ergeben, wenn ihr dann dazu stehen würdet, aber ihr, ihr selber, ändert ständig eure Meinung über das, was ihr als „richtig“ und „falsch“ anseht. Das tut ihr als Individuen und auch als Gesellschaft.  Was vor einigen Jahren als „richtig“ angesehen wurde, ist heute „falsch“. Wer kann sagen, was was ist?                                                                                                              Diese Auffassung schränkt ein und verhindert Entwicklung und Evolution. Leben ist Bewegung. Alles bewegt sich. (Auch Felsen leben, wenn man auf atomarer Ebene ihre Elektronen bewegen sieht). Also ändere ich meine Vorstellungen, ändere ich mich, ändere ich meine Gedanken über dieses oder jenes, meine Wahrheiten ändern sich. Ich bleibe offen für alles. Wer sich vor der Möglichkeit einer neuen Wahrheit verschließt, zieht die Bequemlichkeit der alt bekannten Wahrheit vor, richtet sich bequem ein und entwickelt sich nicht.

Wenn du wissen willst, ob eine Sache gut oder schlecht für die Menschheit ist, dann stell dir die Frage: Was würde passieren, wenn es alle täten?

Übersinnlichkeit

Übersinnliche Kräfte bestehen darin, dass ich weiß, dass ich sie habe. Und funktionieren so:

  1. Jeder Gedanke ist Energie.
  2. Alle Dinge sind in Bewegung.
  3. Alle Zeit ist jetzt.

Diese Phänomene erzeugen Erfahrungen, Schwingungen, die Formen annehmen können wie Bilder, Gedanken, Worte. Mediale Menschen spüren diese energetischen Schwingungen. Anfangs spürt man es kaum und fragt sich: War da was, oder nicht? Das geschieht intuitiv nicht mit Verstand.

Seele

Die Intuition ist das Ohr der Seele. Die Seele hat die Sensibilität diese Schwingungen zu fühlen.
Gedanken sind Energie. Die Seele einer medialen Person fängt diese Energie auf.
Meine Seele speichert alle Gefühle, die ich je hatte.

Die Seele verlässt den Körper wenn er schläft, das ist die Bestimmung des Schlafes, nicht die körperliche Erholung. Die Seele will sich erfrischen und auftanken, deshalb bringt sie den Körper zum Schlaf. (Der Schlaf ist der „kleine Bruder des Todes“).

„Die Seele ist überall in dir und um dich herum. Sie ist das, was dich in sich birgt und umfasst.“
„Die Seele ist das, was dich zusammen hält“, entspricht etwa der Aura.
Es existiert kein Ort, wo die Seele des einen anfängt und des anderen aufhört, so wie es keine Stelle gibt, wo die Luft des Wohnzimmers aufhört und des Eßzimmers anfängt. Es ist alles dieselbe Luft,
dieselbe Seele.

Die Seele umhüllt den Körper.

Dichotomie der Seele: Es gibt nur eine Seele. Gleichzeitig existieren viele Seelen. Die Seele ist Lebensenergie, die in allem steckt. Sie ist das, was alle physischen Objekte zusammen hält. Die „Seele Gottes“ schafft den Zusammenhalt im Universum, die „Seele des Menschen“ schafft den Zusammenhalt in jedem einzelnen menschlichen Körper. Doch es gibt keine Trennungslinie zwischen den Seelen, wo die eine anfängt und die andere aufhört.

Wenn sich eine Seele mit der letzten Wirklichkeit vereint hat, dann  kann sie freiwillig alles vergessen und wieder von vorne anfangen, wenn sie möchte. Doch alle Seelen sind Teil der ursprünglichen Gruppe, da alle im einzelnen Moment des Jetzt erschaffen werden, wurden, künftig erschaffen werden.

Reinkarnation

Vertreter der Reinkarnationslehre sagten, wir hätten nach dem Tod noch eine Chance und dann noch eine Chance, und dann immer noch weitere Chancen. Seid nicht so voller Furcht, geht euren Weg.
Das konnte die frühe christliche Kirche nicht dulden und tat 2 Dinge, erklärte Reinkarnation zur Ketzerei und führte die Beichte ein. Die Beichte konnte geben, was die Reinkarnation versprach, nämlich eine weitere Chance.
(Reinkarnation wird vertreten im Hinduismus und Buddhismus, nicht im Islam und liberalen Judentum, jedoch von orthodoxen Juden wieder anerkannt.
Es gibt eine wissenschaftliche Abhandlung, die für Reinkarnation spricht von  Ian Stevenson: Reinkarnation. Der Mensch im Wandel von Tod und Wiedergeburt. Aurum, Freiburg 1976; 8. Auflage Kamphausen, Bielefeld 2003, ISBN 3-89901-019-1)

Du kannst nicht verändern, was du nicht akzeptierst. Akzeptiere das was ist ohne es zu verurteilen. Das ist das Eintreten in das Istsein. Im Istsein ist die Freiheit zu finden.
„Der Sache, der du dich widersetzt, die bleibt bestehen. Was du dir anschaust, das verschwindet. Das heißt, es verliert seine illusionäre Form. Du siehst es als das, was es ist. Und was ist, kann immer verändert werden. Nur das, was nicht ist, kann nicht verändert werden. Deshalb begib dich in das Istsein, wenn du es verändern willst. Widersetze dich nicht.“ Durch Leugnen erschaffst du es wieder und kannst es nicht kontrollieren.

Dichotomie

„Die Welt ist voller Widersprüche. Wahrheit beinhaltet nicht unbedingt einen Mangel an Widersprüchen. Manchmal  ist die größere Wahrheit im Inneren des Widerspruchs zu finden.“
Die göttliche Dichotomie besagt, dass zwei augenscheinlich sich widersprechende Wahrheiten gleichzeitig im selben Raum existieren können. Tatsache ist, beide können wahr sein. Vom Reich des Absoluten betrachtet, wird zuweilen in der Welt des Relativen ein Effekt erzeugt, der wie ein Widerspruch aussieht. Dies ist eine reale menschliche Erfahrung, die akzeptiert werden muss. Diese erzeugte Spannung ist ein gewünschter Effekt.
Beispiel: Gut/Böse. In letzter Wirklichkeit gibt es kein Gut und kein Böse. Doch wir haben in unserem Reich des Relativen das „Böse“ erschaffen um die Liebe zu erfahren. Wir können Liebe nicht erfahren, wenn es nur Liebe und nichts anderes gibt.
Die Dichotomie: 

1. Es gibt Gut und Böse.
2. Es gibt nur Liebe.

Beziehungen

Körperliche Triebe sind nur ein Bestandteil  einer komplexen Mischung von Reaktionen aufeinander. Wir sind dreiteilige Wesen mit sieben Energiezentren. Wenn wir gleichzeitig mit allen 3 Teilen und allen 7 Chakras aufeinander reagieren, dann ist das die absolute Erfahrung.

Beziehungen haben nur einen Zweck: Wer-ich-wirklich-bin abzuklären, zu erklären, erschaffen, auszudrücken und erfahren.  Wenn ich eine gütige, fürsorgliche, großzügige, mitfühlende und liebevolle Person bin, dann schenke ich meinem Selbst die großartigste Erfahrung, für die ich mich inkarniert habe. Dafür habe ich meinen Körper angenommen.

Meditation

Es gibt viele Formen der Meditation. Die Meditation beim Innehalten, beim Gehen, beim Tun, bei der sexuellen Aktivität (bei den Buddhisten auch im Sterben). „Das ist der Zustand der echten Wahrheit. Wenn du in diesem Zustand innehältst, dann bleib einfach wie angewurzelt stehen, geh weiter, hör auf zu tun, was du gerade tust, bleib für einen Moment ruhig und sei einfach da, wo du gerade bist.…Schau dich langsam um und du wirst Dinge wahr nehmen, die du im Vorübergehen nicht bemerkt hast. Den würzigen Geruch der Erde nach einem Regenschauer. Die Haarlocke über dem linken Ohr deiner Geliebten. Das wahrhaft gute Gefühl, ein Kind spielen zu sehen.“
Jede Aktivität kann in Meditation verwandelt werden: Beim Geschirrspülen fühlst du die Wärme des Wassers und bestaunst das Wunder von Wärme und Wasser. Wenn Du Lachs isst, dann schmeckst Du nicht nur das aromatische Fleisch, sondern denkst und auch an das Meer, aus dem er zu Dir kommt und würdigst und segnest es.

Geist

Dein Geist ist in jeder Zelle Deines Körpers. Er ist somit nicht „überall“, da der Geist nicht in den Räumen zwischen den Zellen ist. Insgesamt, zellulär und extrazellulär, besteht unser Körper zu 99% aus Raum. „Was ihr den Geist insgesamt, ist in Wirklichkeit eine Energie. Geist ist…denken. Und Denken ist eine Energie… Euer Gehirn ist ein Gegenstand. Es ist ein physischer, biochemischer Mechanismus – der größte und ausgeklügelste, aber nicht der einzige – im menschlichen Körper, mit dessen Hilfe dieser die Energie, die euer Denken ist, in physikalische Impulse übersetzt oder umwandelt. Euer Gehirn ist ein Transformator. Ebenso wie euer ganzer Körper.“ Jede einzelne Zelle verfügt über eigene Intelligenz.

Leben ist reine Energie = Lebensenergie = Gott. Diese Energie ist ständig in Schwingung, bewegt sich in Wellen. Die Wellen schwingen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit und erzeugen so unterschiedliche Grade von Dichte oder Licht. Dies erzeugt verschiedene physische Objekte, die alle von derselben Energie hervorgebracht werden. Energieteilchen vereinigen sich miteinander und bilden Materie, nehmen also eine hohe Dichte an. So erscheinen sie von der anderen Energie getrennt, was sie aber nicht sind. Es ist immer dieselbe Energie, die sich unterschiedlich verhält. Die Spaltung ist notwendig um zu erfahren wer-man-selbst-ist.

Der Geist trifft die Wahl auf 3 Ebenen: Logik, Intuition, Emotion (mit: Angst, Liebe). Manchmal bezieht der Geist alle 3 Komponenten ein, das birgt Konflikte (Ambivalenz).
Alle Gedanken speisen sich letztendlich aus Liebe oder Angst.

Schöpfen ist nicht kopieren, es gibt keine Duplikate. Keine 2 Schneeflocken sind völlig gleich.

Emotionen

Kummer, Leid und Schmerz sind natürliche Emotionen, die mir ermöglichen Abschied zu nehmen wenn ich es gar nicht möchte. Kinder die traurig sein dürfen, haben als Erwachsene ein gesundes Verhältnis zur Trauer. Ständig unterdrückter Kummer wird zur Depression.

Ärger erlaubt mir „nein danke“ zu sagen. Aus ständig unterdrücktem Ärger wird Wut.

Neid ist die Emotion, die in mir entstehen lässt, es noch einmal zu versuchen, mich noch mehr an zu strengen. Aus ständig unterdrücktem Neid wird Eifersucht.

Angst

Alle Babys kommen mit 2 Ängsten zur Welt: Angst vor Fallen und Angst vor lauten Geräusche. Alle anderen Ängste sind erlernt.  Aus ständiger Angst wird Panik.
„Angst ist das, was du nicht bist. Angst ist ein falscher Anschein, der Wirklichkeit zu sein scheint. Angst ist das Gegenteil von Liebe, das du in deiner Realität erschaffen hast, damit du erfahren und erkennen kannst, was du bist.“

Liebe ist eine natürliche Emotion. Aus ständig unterdrückter Liebe wird Besitzanspruch und Besitzgier.

Versprechen

In Versprechen sind Lügen eingebaut, da keiner weiß, wie er in Zukunft in Bezug auf etwas fühlt und handelt. Da wir uns alle verändern, können wir nicht vorhersagen wer wir immer sein werden.Die Ehe ist ein Versuch Sicherheit zu schaffen. Liebe ist aber grenzenlos, ewig und frei. Die Ehe ist ein Versuch, sicherzustellen, dass das, was jetzt ist, immer so sein wird.

Wenn ich einem anderen Menschen Freiheit zugestehe, verstärke ich nicht die Gefahr, ich räume sie aus. Es mag so aussehen, dass ich geschädigt werde, wenn ich jemandem aus einem Versprechen/Verpflichtung entlasse. Langfristig werde ich keinen Schaden nehmen, denn in dem Moment wo ich einer anderen Person Freiheit gebe, gebe ich sie mir selber. Und damit bin ich frei von den Qualen und Angriffen auf meine Würde und mein Selbstwertgefühl, die unweigerlich erfolgen, wenn ich eine andere Person zur Einhaltung eines Versprechens zwingen will.

Was ich einem anderen gebe, das gebe ich meinem Selbst.
Was ich gebe, wird mir gegeben werden.

Alle Dinge, die von mir gegeben werden, kehren zu mir zurück. Siebenfach. Ich brauche mich nicht darum zu sorgen, was ich zurückbekommen werde. Ich brauche mich nur darum zu kümmern, was ich gebe. Im Leben geht es darum die höchste Qualität des Gebens zu erreichen, nicht des Bekommens.
Das Leben ist zum Geben da und dazu muss ich besonders denen geben,  die mir nicht das gegeben haben, was ich glaubte von ihnen bekommen zu müssen.

Gesellschaftskritik

Jeden Tag verhungern Hunderte auf unserem Planeten, auf dem Tausende täglich genug Essen wegwerfen, um ganze Nationen zu ernähren. Wir schaffen es noch nicht einmal, die Reste vom Tisch der Reichen zu den Armen zu befördern – und noch weniger ringen wir uns zu einer Entscheidung durch, ob wir unsere Ressourcen überhaupt gerechter verteilen wollen.

Kulturelle Mythen

  1. Wir werden als schlechte Menschen geboren (Erbsünde)
  2. Nur die Stärksten überleben (Überlebenstrieb)

Die wirklichen Urinstinkte sind: Fairness, Einssein und Liebe. Eigeninteresse und wechselseitiges Interesse sind identisch.

Altruismus

Alles, was ich tue, tue ich für mich selbst.
Das ist wahr, da ich und alle anderen eins sind.
Was ich für einen anderen tue, tue ich somit auch für mich.
Was für einen anderen gut ist, ist gut für mich.

Wahrnehmung

Unsere Erfahrungen beruhen auf Wahrnehmungen,
unsere Wahrnehmungen gründen sich auf unser Verständnis,
unser Verständnis gründet sich auf unsere Mythen, das heißt auf das, was uns erzählt wurde.

Was ich denke, erschaffe ich.
Was ich erschaffe, das werde ich.
Was ich werde, das bringe ich zum Ausdruck.
Was ich zum Ausdruck bringe, das erfahre ich.
Was ich erfahre, das bin ich.
Was ich bin, das denke ich.

Die Probleme werden nicht durch Handeln gelöst, sondern durch Sein.   Ich bin ….
Bei Problemen geht es nicht darum etwas zu tun oder zu machen. Besser man bewegt sich in einen Seinszustand und kommt dann aus diesem Seinzustand, der seine Erfahrung aus diesem Problem zum Verschwinden bringt.
Es gibt nichts, was ich haben muss,
nichts, was ich tun muss,
und nichts, was ich sein muss,
außer genau das, was ich in diesem Moment bin.

Wenn ich aus dem „Glücklichsein“ komme, dann  tue ich Dinge, weil ich glücklich bin. Und tue nicht Dinge, weil ich glaube, dass sie mich glücklich machen.
Wenn ich aus Liebe komme, dann tue ich Dinge, weil ich Liebe bin und nicht weil ich Liebe haben will.
Wenn ich aus der Weisheit komme, dann tue ich Dinge, weil ich weise bin

Die 3 Schritte zu Gott:

Akzeptiere wer und was du wirklich bist.
Proklamiere es, damit die ganze Welt es hört.
Und demonstriere es in jeder Hinsicht.

Das Fernsehen ist das „Lagerfeuer“ unserer Gesellschaft geworden. Nicht das Medium ist nicht dienlich oder führt uns in eine Richtung, sondern die Botschaft.
Höher entwickelte Gesellschaften
Leitprinzipien einer höher entwickelten Gesellschaft:

  1. Wir sind alle eins.
  2. Es ist genug da.
  3. Es gibt nichts, was wir zu tun haben.
  4. Alles in dem einen ist wechselseitig miteinander verbunden.
  5. Es gibt keinen persönlichen Besitz.
  • Schuld- und Schamgefühle werden einem von außen auferlegt. Ein Baby hat keine Schuldgefühle, wenn es in die Windeln macht, erst, wenn ihm die andren sagen, dass es sich schämen soll.
  • Keine Spiele bei denen es unterhaltsam ist wenn einer verliert und der andere gewinnt.
  • Keine besitzanzeigenden Fürwörter, kein „mein“ oder „dein“ . Aus „mein Auto“ wird „das Auto“ und aus „meiner Partnerin“ wird „die Partnerin“, „mein Leben“ wird „Leben“. „Jetzt beisammen“ oder „in der Gegenwart von“ entspricht am ehesten dem, was wir als „Eigentum“ bezeichnen.
  • Es gibt keine niedrigen Arbeiten.
  • Die größte Komplexität ist die größte Einfachheit. Je komplexer ein System, desto einfacher ist es. Deshalb leben alle Meister äußerst einfach, sind alle hochentwickelten Regierungssysteme äußerst einfach, ebenso Erziehungssysteme, Ökosysteme, Religionen usw.
  • Gefühle werden nicht verborgen und sie werden von anderen empfunden. Die präzise Wahrnehmung von Gefühlen erleichtert das Leben in jeder Gemeinschaft.
  • Keine Geheimhaltung.  Viele von uns glauben, dass das Leben durch das funktioniert, was wir einander vorenthalten, und nicht durch das, was ihr einander mitteilt. Geheimhaltung wurde so zum Gesellschaftscodex mit ethischen Prinzipien.
  • Es gibt keine Moral, nur die Fragen, was funktioniert und was ist für alle von Nutzen?
  • Kommunikation findet überwiegend ohne Worte statt. Der Entwicklungsgrad einer Gesellschaft kann am Maß abgelesen werden, in dem diese sich der Worte zur Übermittlung von Gefühlen, Wünschen oder Informationen bedienen muss.
  • Leben in gleichberechtigten Gruppen ohne Aufteilung in Städte oder Staaten.
  • Keine Regierung, sondern eine Ratsversammlung für wechselseitige Übereinkünfte ohne Gesetze.
  • Keine Kriege, da alle alles miteinander teilen. Keiner hat etwas, was er dem anderen nicht geben würde oder wegnehmen wollte.
  • In der Schule setzten die Nachkommen ihren eigenen Lehrplan nach Interessen fest.
  • Junge Eltern sind die falschen Leute für die Kindererziehung. Die jungen Menschen sollen die Kinder bekommen, aufziehen sollen die Älteren, deren Geist gut entwickelt ist. Die ganze Gemeinschaft kümmert sich um die physischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse der Kinder. 
  • Gesundheitsaufklärung, wie man handelt, lebt und sich ernährt.

Der Weg dahin:

Handele als ob. Handele, als wäre alles eines…als wäre genug da. Was würde ich machen, wenn  ich genug, Geld, Liebe, Zeit hätte? Würde ich großzügiger und gerechter mit allen anderen teilen?
Alles voll und ganz beobachten.
Ehrlich miteinander umgehen.
Beobachte. Der Prozess des Lebens lässt sich beobachten, erkennen und vorhersagen.

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