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4. Gespräche mit Gott Band I - ein ungewöhnlicher Dialog

von Neal Donald Walsch
In Klammern stehen meine eigenen Zusätze. Teils habe ich den Text in Ich-Form auf mich bezogen, um die Wirkung auf mich selbst zu verstärken.
1996

Die edelsten Gefühle sind FREUDE  -  WAHRHEIT  -  LIEBE.

Wenn ich sage, ich will Liebe, dann bedeutet das, dass ich bei mir darin einen Mangel festgestellt und in meine Realität produziert habe.
Tatsache ist:
Die Liebe ist da!
Glaube, dass die Liebe da ist, erkenne es dankbar an.
Was ich wähle, das wird sein.
Das Endresultat des Lebens steht längst fest, keiner kann verlieren, es geht für alle gut aus.

Wir haben nur zwei Grundemotionen: Liebe und Angst. Im Moment der höchsten Liebe entwickeln wir oft Angst, Angst, ob die Liebe erwidert wird, Angst die Liebe wieder zu verlieren. So wird unser Handeln zur Verteidigung des Verlustes. Wir würden nie Angst haben, wenn wir wüssten, dass wir die edelsten und herrlichsten Kreaturen sind, die Gott je geschaffen hat. Aber wir wissen nicht, dass wir so sind, weil insbesondere unsere Eltern und Lehrer immer auf unsere Insuffizienzen hinwiesen und Liebe an Bedingungen knüpften.

(„Du bekommst das Bonbon erst, wenn Du aufgegessen hast“.
„Nur wenn Du lieb bist  -also tust was ich Dir sage - kommt der Weihnachtsmann“.)
Wahre Liebe ist bedingungslos. Angst vor Verletzungen hemmt die Liebe.

Angst ist die Energie, die krallt, versperrt, einschränkt, wegrennt, sich versteckt, Schaden zufügt.
Liebe ist die Energie, die ausdehnt, sich öffnet, aussendet, bleibt, enthüllt, teilt, heilt, attackiert.

Der tiefe wahre Gedanke hinter den oberflächlichen Gedanken wird zu meiner Realität. Dieser primäre Gedanke kommt immer aus Liebe oder aus Angst.

Das Leben ist keine Bewährungsprobe, keine Erfüllung von Aufgaben, kein  Entdeckungsprozess, sondern ein Schöpfungsprozess. Wie sind eine Schöpfungsmaschine. Durch Denken bringen wir neue Manifestationen hervor. Entscheide wer Du sein willst und nicht wer Du bist. Unsere Seele weiß zu jeder Zeit alles, was es zu wissen gibt, sie will sich aber erfahren.

Ebenen meiner Schöpfungen/Erschaffensprozesse:

  1. Gedanke = in Form gebrachte Idee = Energie = Kräfte = Elemente = Partikel Gottes = Teil des ALLES aus dem alles besteht
  2. Wort  = schöpferische Energie eines Gedankens
  3. Handlung = in Bewegung gekommene Worte

Das manifestiert meine Realität. Dazu gehören Wissen und Glauben = Wissen um eine Gewissheit, eine absolute Gewissheit und totale Akzeptanz von etwas als Realität. Dieser Ort des Wissens ist der Ort unglaublicher Dankbarkeit. Der bedeutsamste Schlüssel für das Erschaffen: Dankbar sein vor und für die Erschaffung.

Der einfachste Weg einer Änderung des ursprünglichen Gedankens ist die Umkehrung:

  1. Handlung nach neuem Willen
  2. Wort nach neuem Willen
  3. Wiederhole und der Geist trainiert neue Gedanken

Handle schnell, wenn sich die Gelegenheit ergibt, sonst tötet der alte Geist den neuen Gedanken.

Kreislauf der Schöpfungsebenen:

Gedanken.....führen zum Erschaffen.....führen zum Erfahren.....erzeugen in der Seele Gefühle und neue Gedanken....führen zu neuem Erschaffen ..... zu wiederum neuen Gefühlen und Gedanken ....

Gedanken sind Energie. Kein Gedanke stirbt. Gedanken dehnen sich aus ins Universum, nehmen Gestalt an, kreuzen sich in einem unglaublichen Labyrinth mit anderen Gedanken zu unvorstellbarer Schönheit und Komplexität. Gleichartige Energien ziehen sich an. In unbegreiflich großer Menge bilden sie Materie. Fürchte Dich nicht, heißt es oft in der Bibel. Da das, was Du fürchtest, ziehst Du an. 

Schmerz ist die Folge eines Urteils über etwas. Hebe das Urteil auf und der Schmerz verschwindet.

Wenn ein Aspekt meiner Schöpfung mir nicht gefällt,
dann ändere ich ihn einfach,
treffe eine neue Wahl,
erzeuge eine neue Realität,
denke einen neuen Gedanken,
sage neue Worte,
tue etwas Neues,
mache es hervorragend
und der Rest der Welt wird mir folgen
und ich sage allen: Ich bin das Leben und der Weg, folge mir.

Denke lange darüber nach was du sein, tun und haben willst
Und dann denke über nichts anderes nach,
keine andere Möglichkeit vorstellen,
kein Pessimismus
kein Zweifel
keine Ängste
Diszipliniere Deinen Geist und halte am schöpferischen Gedanken fest
Und mache die Aussage „Ich bin“
Dies ist die stärkste schöpferische Aussage im Universum
Das setzt in Gang und bringt Erfahrungen zu Dir.

Wenn ich die Realität ändern will, dann denke ich z.B.

NICHT: 
Ich will Erfolg.
Ich will Liebe.

SONDERN:
Ich habe Erfolg, ich bin ab sofort erfolgreich.
Ich liebe. Ab sofort gibt es für mich nur noch Liebe.

Das funktioniert, wenn es meines Wissens nach wahr ist und ich mir bewusst bin, dass die Resultate bereits existieren.

„Wenn es etwas gibt, was ihr erfahren wollt, dann „wollt es“ nicht – wählt es.“
„In deinem Leben geschieht nichts – gar nichts – was nicht zuerst als Gedanke existiert. Gedanken sind Magneten, die Auswirkungen anziehen.“
Gedanken sind eine extrem mächtige Energieform.

Beziehungen

sind Herausforderungen und beste Möglichkeit sich selbst zu erschaffen. Ziel: Was kann ich in sie investieren?
Und nicht: Was kann ich herausziehen?
Es geht immer darum:
Wer bin ich wirklich? Wer-will-ich-sein?

Sorge Dich nicht um den anderen, sondern ausschließlich um Dein Selbst und es wird herrlich auch den anderen dienen. Schaue in jedem Moment darauf, was Du bist, Du tust, Du hast und nicht, was beim anderen stattfindet.
Ich habe nie eine Verpflichtung, weder in einer Beziehung, noch im ganzen Leben.

Ich muss zuerst die Wahl treffen, was für mich das höchste Wohl bewirkt und es bewirken, das wird dann auch das höchste Wohl des anderen. Es gibt nichts Böses, nur objektive Phänomene und Erfahrungen.

Das Leben zeigt uns oft, wer-wir-nicht sind, damit wir sehen wer-wir-sind.

In jeder menschlichen Beziehung stellt sich an der entscheidenden Kreuzung nur eine Frage: Was würde die Liebe jetzt tun?

Sinn und Zweck von Beziehungen:

Erfahrungsfeld, in dem ich mich selbst finde, definiere, wähle und erschaffe wer-ich-bin. Verletzungen, Schäden und Verluste als Erfahrung annehmen.
Am meisten hilft totale Ehrlichkeit:

  1. Ehrlich zu mir selbst sein.
  2. Meine Wahrheit erleben.
  3. Mich anderen mitteilen wie ich über eine Sache fühle.
  4. Meine Wahrheit problemlos ändern, wenn ich neue Erkenntnisse habe.

Wenn ich verletzt bin, ist es zu spät es abzuwenden, dann mich fragen: Was bedeutet das? Und dies dann demonstrieren. So wähle ich, was ich anstrebe.

Die Ehe ist ein Sakrament (=gottesdienliche Handlung) wegen der unvergleichlichen Gelegenheit an meiner eigenen Seele zu arbeiten, gemeinsam zu wachsen und Erfüllung zu erfahren. Jeder braucht den anderen. Was ich bin, bin ich nur in Relativität zu den anderen. Nur Gott ist absolut. Wir sind relativ, brauchen Bezüge (= beziehen = Beziehungen).

Das Ziel Liebe und geliebt werden, reicht auf Dauer nicht aus.
Sondern, beide wollen Gelegenheit schaffen für Wachstum, den vollen Ausdruck des Selbst, für die Heilung falscher Gedanken, Heilung von der minderwertigen Vorstellung, die man von sich hatte, letztlich die Wiedervereinigung mit Gott durch die Kommunion beider Seelen.

Es gibt nur einen Grund etwas zu vernichten. Wenn etwas nicht länger eine Aussage darüber darstellt, wer-ich-sein-will. Es re-präsentiert mich nicht mehr.

Warum zerstört man, was man liebt?
Was wir am meisten wertschätzen, lieben wir gewöhnlich, dann zerstören wir es und lieben es dann wieder.
Liebe und Angst wechseln wie ein Pendel. Wenn wir Liebe erfahren, dann haben wir Angst ob sie erwidert wird und, dass sie verloren gehen könnte. Diese Zweifel haben wir, da wir an Gottes unendlicher Liebe zweifeln, da wir von unseren Eltern und Ahnen gelernt haben, dass Liebe an Bedingungen gebunden ist. Und wenn wir Gottes Liebe schon bezweifeln, welchem Irdischen sollten wir dann trauen? Und uns selbst auch nicht.
Das Problem kann sofort, hier und jetzt gelöst werden durch Glaube an unendliche, bedingungslose Liebe, man kann sie Gottes Liebe nennen. Angst und Verletzlichkeit hingegen hemmen die Liebe.

Einfachster Weg aus sich selbst heraus etwas auf zu lösen:
Wenn ich sage, ich strebe nach Liebe und Glück, dann registriere ich hier einen Mangel und produziere ihn als meine Realität.
Glaube, dass es da ist, erkenne es dankbar an.
Was ich wähle, das wird sein! Ich kann alles wählen.
Der klare, wahre Gedanke hinter den oberflächlichen Gedanken ist der göttliche Gedanke, er wird zu meiner Realität.
Ich ziehe an, was ich fürchte. Wenn ich Angst und Trennung fürchte, dann treten sie ein.
Enttäuschungen sind gewählte Reaktionen. Ich habe so gewählt um zu erfahren. Meine Seele braucht diese Erfahrung. Ich übernehme die Verantwortung. Ich kann es ändern, um nicht unglücklich zu sein. Ich ändere, damit Geist, Körper und Seele sich wieder beruhigen, ich wieder voll leistungsfähig bin und setzte mich in das Bild, das ich von mir in die Ewigkeit projizieren möchte.
Dinge, die uns geschehen sind unsere Wahl und wenn wir sie „schlecht“ nennen, nennen wir uns selbst schlecht, weil wir sie uns erschaffen haben. Das akzeptieren wir nicht und projizieren unsere Schöpfung auf andere: Die anderen haben Schuld, ich bin das Opfer.
Das was ich verurteile, werde ich eines Tages werden.
„Etwas, dem ihr euch widersetzt, das bleibt bestehen. Das, was ihr anschaut, das verschwindet.“
„Widersetze dich nie irgend etwas, um es auszuschalten. Wenn du denkst, dass du es durch deinen Widerstand ausschalten kannst, dann denke noch einmal. Du festigst es nur noch mehr.“
Verschwende keinen Gedanken über das, was du nicht willst. „Doch wenn du daran denken musst, das heißt, wenn du nicht nicht daran denken kannst – dann widersetze dich nicht. Schaue es, was immer es ist, lieber direkt an, akzeptiere diese Realität als deine Schöpfung, und triff dann die Wahl, ob du es behalten willst oder nicht.“

Das Leben kann seiner Natur nach keine Garantien geben.
Erwartungen ruinieren Beziehungen.

Der andere neigt dazu,
in sich selbst zu sehen,
was ich in ihm sehe.
Je größer meine Vision,
desto größer die Bereitschaft des anderen diesen Teil in sich zu bekräftigen,
den ich dem anderen offenbart habe.

Krisen sind Herausforderungen, heiße sie willkommen, sehe sie als großartiges Geschenk und Gelegenheit um das zu tun, weshalb Du in die Beziehung eingetreten bist und ins Leben. Kultiviere die Technik alle Probleme als Gelegenheiten zu sehen, um zu sein und zu entscheiden wer Du wirklich bist.

Das Leben ist ein Schöpfungsprozess:
Ich entscheide wer ich sein will (nicht wer ich bin).
Ich bin eine Schöpfungsmaschine:
Durch Denken bringe ich eine neue Manifestation hervor.

Enttäuschungen sind gewählte Reaktionen.
Forsche nach innen: Welchen Teil meines Selbst möchte ich in diesem Unglück erfahren?
Dann:
Problem als Herausforderung akzeptieren.
Erkennen: Ich habe so gewählt.
Ich übernehme die Verantwortung.
Ich ändere.
Änderungen haben ausschließlich dann Sinn, wenn ich in dem was-ich-bin nicht glücklich bin.

Sinn des Lebens

Ist der Prozess mich selbst zu entdecken, mein eigenes Selbst zu schaffen, wie ich wirklich bin und sein möchte. Das Leben hat den Sinn, den ich ihm gebe. Das unbegrenzte Wissen haben wir alle, wir können uns daran erinnern durch nach-innen-gehen, Ein-Sicht. Wir wollen im Leben Erfahrungen sammeln:  Wissen...Erfahren...Sein   
Es gibt keinen Zufall. Jedes Ereignis wird von meinem Selbst zu meinem Selbst gerufen, um zu erfahren und zu schaffen wer-ich-bin.

Es gibt 3 Naturgesetze:

  1. Der Gedanke ist schöpferisch.   Ich kann sein, tun und haben was ich will.
  2. Ich ziehe an, was ich fürchte.
  3. Liebe ist alles, was es gibt.

Sei aufmerksam.
Gott kommuniziert ständig mit uns, im nächsten Lied, das ich höre, in einem Artikel, den ich lese, über die beiläufige Äußerung eines anderen, im Flüstern des Meeres...
Gott verabscheut nichts. Nichts ist ihm widerwärtig, schließlich hat er uns diese Möglichkeiten gegeben und einen freien Willen dazu.

Seele

Ziel der Seele ist die Evolution, sie will sich in ihrer Erfahrungen kennen lernen, erkennen. „Das höchste Gefühl ist die Erfahrung der Einheit mit Allem-Was-Ist. Dies ist die große Rückkehr zur Wahrheit, welche die Seele ersehnt. Dies ist das Gefühl vollkommener Liebe...Die Seele muss also, um die vollkommene Liebe zu erfahren jedes menschliche Gefühl durchleben.“

Die Seele will sein. Es gibt nichts zu tun, außer zu sein.
Was bedeutet sein?
Sein was immer ich will: Glücklich, traurig ...
Ich bestimme es.

Bewusstsein ist der Prozess Wissen zu erfahren, um zu seien und um das Unbewusste zu leben.

In der Entwicklung einer Seele kommt es irgendwann zu einer Zeit, wo sie sich selbst verwirklichen will. Das führt zu einer Krise:

  1. Der Körper erkennt, dass er eine Maschine ist, ein Wesen in einem Körper.
  2. Die Seele ist in Hochstimmung, sie ist endlich entdeckt.
  3. Das führt zu Ignoranz von Beziehungen, Familie, Ernährung ...
  4. Andere sagen: Ich hätte meinen Verstand verloren, was in gewisser Hinsicht auch stimmt.

„Geh und tu, was du wirklich zu tun liebst  - und nichts anderes.“
Man tut nichts um glücklich zu sein
Man ist glücklich und tut deshalb etwas.

„Ihr habt ein Recht auf eure Freude, Kinder oder keine Kinder, Ehepartner oder kein Ehepartner. Strebt nach dieser Freude! Findet sie! Und ihr werdet eine freudvolle Familie haben.... Und wenn sie ohne Freude sind und euch verlassen, dann entlasst sie in Liebe, damit sie ihre Liebe finden.“ 

Hass ist die tiefste selbst zerstörerische Wirkung.
Sich-Sorgen, die zweitschlimmste mentale Aktivität.
Angst ist das Gegenteil von allem was-ich-bin.
„In meinem Leben geschieht nicht – gar nichts -, was nicht zuerst als Gedanke existiert. Gedanken sind Magneten, die Auswirkungen anziehen“. Gedanken sind eine extrem mächtige Energieform.

Die Auswirkungen negativen Denkens rückgängig zu machen ist extrem schwer, besonders, wenn es bereits physisch manifestiert ist. Es bedingt die Aktivierung eines außerordentlich starken Glaubens an die positive Kraft des Universums (Gott, Urkraft...). Heiler verfügen über einen solchen Glauben. Heiler wissen, dass sie darauf ausgerichtet sind jetzt in diesem Moment ganzheitlich und vollkommen zu sein. Dieses Wissen ist ein machtvoller Gedanke und kann Berge versetzen, von Molekülen im Körper ganz zu schweigen.

Meine Seele weiß zu jeder Zeit alles, was es zu wissen gibt, es ist ihr nichts verborgen, aber sie will erfahren, um zu sein. Wir müssen uns nur erinnern.
Zum Erfahren erschuf Gott Polaritäten. Aus seiner anfänglichen Absolutheit schuf er Relativität wie:

Liebe  -  Gegenteil von Liebe
Materie  -   Geist
Männlich  -  Weiblich

Das eine kann das andere überhaupt erst dadurch erkennen, wenn es das andere gibt.

Im Absoluten gibt es nur Wissen.
Die größte Freude liegt im Seienden.
Hierhin kommt die Seele nur durch Erfahrungen.

Dreieinigkeiten:

WISSEN ERFAHREN SEIEN
Vater Sohn heiliger Geist
Geist Körper Seele
Gedanken Wort Handlung
Energie Materie Äther/Antimaterie
Überbewusstsein Bewusstsein Unterbewusstsein

Wenn Körper, Geist und Seele in Harmonie erschaffen, wird Gott Fleisch.
Leben und Sex sollen Freude sein, eine Feier und wurden zu einer Erfahrung der Angst, des Nicht-Genügens, der Wut und der Tragödie.
Sexualität ist eine außergewöhnliche Ausdrucksform von Liebe, Liebe zum Selbst, Liebe zum Leben. Daher sollen wir Sex lieben. Und wir tuen es, reden aber nicht gerne darüber, um nicht als pervers bezeichnet zu werden, doch dieser Gedanke ist es, der pervers ist.

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