1. Der Tod

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Der Tod ist und bleibt für uns ein Rätsel. Die Ungewissheit darüber, was danach kommt, macht Angst, aber alles Zukünftige ist prinzipiell ungewiss. So ist es mehr die Angst vor dem Endgültigen, ein Zustand, dem wir glauben im Tod begegnen zu werden. Aber auch die Ansicht, dass der Tod ein Ende darstellt, ist ungewiss. So wirkt das Thema Tod in uns als Katalysator für Spiritualität und Philosophie, hierin können wir Sterben lernen und dies kann unsere Lebensansichten grundlegend ändern. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Tod bereichert mein Leben und wirkt stetig. Es ist ein Prozess, keine einmalige Entscheidung, keine einmalige Erkenntnis. Ich erkenne immer mehr das für mich Wesentliche im Leben. Das sind meine geistige und seelische Entwicklung sowie die Beziehungen zu mir selbst und zu anderen Menschen. Mitgefühl bekommt immer mehr Raum. Die Erkenntnis wächst, dass alles zusammengehört: Alles ist eins.

Der Tod erinnert stetig an die Vergänglichkeit unserer materiellen Welt. Anschaffungen von Dingen sind angenehm, der längere Besitz langweilig und am Ende wertlos, leer. Geist und Seele jedoch sind im Sterben wach und wertvoll und nach meiner Überzeugung auch nach dem Tod.

Metapher zu Leben und Tod: Sehe ich die Blüte als sterbend an, dann werde ich sie mit Trauer betrachten. Doch sehe ich die Blüte als Teil des ganzen Baumes an, der sich verändert und bald Früchte tragen wird, dann sehe ich die wahre Schönheit der Blüte. Ich bin nicht die Blüte und ich bin auch nicht die Frucht, ich bin der Baum und meine Wurzeln ruhen tief in Gott. Gott ist der Boden, aus dem mein Baum entspringt, und meine Früchte werden zu ihm zurückkehren und mehr fruchtbaren Boden schaffen. So bringt Leben Leben hervor und kann keinen Tod kennen, niemals. (nach N. D. Walsch, Gespräche mit Gott. Goldmann Arkana Verlag. www.gespraechemitgott.org)

Karibik"Im Augenblick deines Todes wirst du die größte Freiheit, den größten Frieden, die größte Freude und die größte Liebe erfahren, die du je kennengelernt hast."

"Es gibt keinen "Tod". Das Leben geht immer und ewig weiter. Das Leben ist. Ihr ändert nur einfach die Form."

"Wer etwas über den Tod wissen will, will etwas über das Leben wissen."

Neal Donald Walsch. Gespräche mit Gott Band II. Goldmann Arkana Verlag

Tod 1

Man kann Überlegungen über den Tod auch einfach "vertagen":

"Kann das nicht warten bis ich tot bin?"

Dies nennt die Psychoanalyse nach Freud eine Verdrängung.

Ein unangenehmer Gedanke wird vom Bewusstsein ferngehalten, indem er in unser Unbewusstes geschoben (= verdrängt) wird. Der Gedanke soll also vergessen werden.

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